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Anke Spoorendonk zu TOP 11 - Schwimmausbildung an Schulen
PresseinformationKiel, den 03.05.2006 Es gilt das gesprochene WortAnke SpoorendonkTOP 11 Verbesserung der Schwimmausbildung Drs. 16/725Immer weniger Kinder können sich zum Zeitpunkt ihrer Einschulung ohneSchwimmhilfe über Wasser halten. Viele Kinder waren noch nie im tieferen Wasser.Gerade Eltern aus einkommensschwachen Familien können sich den Eintritt in einSchwimmbad nicht leisten. Schätzungsweise Zweidrittel der Grundschüler sindNichtschwimmer.Das ist nur solange nicht relevant, als dass die Schulen dieses Manko auffangen.Schwimmen gehört zu den grundlegenden Kulturtechniken, die nicht nur Kondition,sondern auch die Motorik schult und darüber hinaus ein schönes Gemeinschaftserlebnisdarstellt. Gerade derartiges fachübergreifendes Erleben ist sehr wichtig, befindet sichaber in einer leistungsorientierten Gesellschaft der frühzeitigen Auslese auf demRückzug. 2Das muss aber nicht zwangsläufig so sein. In den Schulen des Dänischen Schulvereinswird ab der dritten Klasse regelmäßiger Schwimmunterricht durchgeführt. Das stärktden Klassenzusammenhalt. Fast alle Kinder lernen in kurzer Zeit schwimmen. Vielefinden Gefallen daran und werden Mitglied im Schwimmverein oder wenden sichanderen Wassersportarten zu.Hier werden im besten Sinne den Kindern Werkzeuge an die Hand gegeben, mit denensie ihre eigenen Neigungen nachgehen können. Ganz nebenbei sinkt bei diesen Kindernnatürlich die Gefahr des Ertrinkens in Ferien oder Freizeit.Die Kleine Anfrage des Kollege Klug zeigt, dass die Landesregierung beim ThemaSchwimmen weitgehend im Dunkel tappt. Ich möchte hier nicht der weiterenAusweitung der statistischen Pflichten für Schulen das Wort reden. Tatsache ist aber,dass die Landesregierung den Umfang des Schwimmunterrichtes in Schleswig-Holsteinnicht benennen kann. Das bedauert der SSW und unterstützt daher den Antragausdrücklich. Wir müssen wissen, worüber wir reden. Der Sachstand muss auf den Tisch!Werden aufgrund gekürzter Zuschüsse für die Kommunen weitere Bäder geschlossen,wird es zwangsläufig weniger Schwimmunterricht in den Schulen geben. Doch nichteinmal diese Entwicklung könnte die Landesregierung aufgrund fehlender Datennachvollziehen.Die Kooperation mit Schwimmvereinen ist eine gute Idee. Der SSW möchte die Vereineallerdings nicht als Lückenbüßer verstanden wissen. Die Schulen kommen um einenverpflichtenden Schwimmunterricht nicht herum.