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Heiner Garg: "Außenwirtschaftsoffensive geht in die richtige Richtung."
FDP Landtagsfraktion Schleswig-Holstein 1Presseinformation Wolfgang Kubicki, MdL Vorsitzender Nr. 153/2006 Dr. Heiner Garg, MdL Stellvertretender Vorsitzender Kiel, Donnerstag, 4. Mai 2006 Dr. Ekkehard Klug, MdL Parlamentarischer Geschäftsführer Sperrfrist: Redebeginn Günther Hildebrand, MdLEs gilt das gesprochene Wort!AußenhandelHeiner Garg: „Außenwirtschaftsoffensive geht in die richtige Richtung.“ In seinem Beitrag zu TOP 38 (Außenwirtschaft) sagte der stellvertretende Vorsitzende der FDP-Landtagsfraktion, Dr. Heiner Garg:„Die Welt wird zwar nicht kleiner, aber sie rückt wirtschaftlich immer enger zusammen. Waren, Dienstleistungen und Kapital werden in immer größeren Mengen international gehandelt; immer mehr Menschen werden in die internationale Arbeitsteilung eingebunden: Die Öffnung des Ostblocks und Chinas hat 28% der Weltbevölkerung das Tor zum Welthandel und damit zu mehr Wohlstand geöffnet.Und deutsche Unternehmen profitieren davon: Denn die Welt kauft in Deutschland ein. Und das, was wir uns im Männerfußball wünschen, hat nicht nur die deutsche Fußballfrauennationalmannschaft bereits erreicht, sondern auch die deutsche Wirtschaft: Beide sind Weltmeister—die einen im Fußball, die anderen im Warenexport. • Die deutschen Warenexporte erreichten 2005 einen Wert von 35% des Bruttoinlandsproduktes. • Der deutsche Leistungsbilanzüberschuss überstieg 4% des Bruttoinlandsproduktes: Deutschland hat 2005 mehr Kapital ins Ausland transferiert als von West- nach Ostdeutschland. • Die konjunkturelle Entwicklung wird seit Jahren vom Export getragen:All das zeigt einerseits, wie stark Deutschland auf gute internationale Wirtschaftsbeziehungen angewiesen ist, und andererseits, wir stark Deutschland im Saldo von der internationalen Arbeitsteilung profitiert. Deshalb freue ich mich, dass der Wirtschaftsminister im vorliegenden Bericht die Bedeutung und die Vorteile des internationalen Handels für Schleswig- Holstein besonders herausstellt.Sein Schwerpunkt liegt naturgemäß auf den Exporten, denn die sichern hier Arbeitsplätze. Ich möchte aber kurz daran erinnern, dass das Ziel des Außenhandels immer der Import ist: Christian Albrecht, Pressesprecher, V.i.S.d.P., FDP Fraktion im Schleswig-Holsteinischen Landtag, Landeshaus, 24171 Kiel, Postfach 7121, Telefon: 0431/9881488 Telefax: 0431/9881497, E-Mail: presse@fdp-sh.de, Internet: http://www.fdp-sh.de/ 2 Wir exportieren Dinge, die wir besser herstellen können als andere, aber selbst nicht brauchen, um Dinge importieren zu können, die wir nicht besser herstellen können als andere.Schleswig-Holsteins Wirtschaft ist nicht ganz so stark mit dem Rest der Welt verflochten wie die deutsche und die westdeutsche Wirtschaft. Das ist nicht Neues; es wurde bereits im letzten Außenwirtschaftsbericht vom März 2001 deutlich. Es liegt unter anderem daran, dass der Anteil des Produzierenden Gewerbes bei uns niedriger ist als in Deutschland und Westdeutschland. Und dieser Effekt wird verstärkt, weil im Produzierenden Gewerbe Schleswig- Holsteins die besonders exportintensiven Branchen unterdurchschnittlich vertreten sind. Genauso wenig überraschend ist die Tatsache, dass der intraindustrielle Handel mit Industriestaaten den größten Anteil unseres Außenhandels ausmacht, und dass Europa mit großem Abstand unser Haupthandelsraum ist.Schleswig-Holstein könnte noch stärker vom Außenhandel profitieren. Die tiefere Integration des europäischen Binnenmarktes, die Öffnung und der Entwicklungsschub Chinas, die wachsende wirtschaftliche Bedeutung der größten Demokratie der Welt, all das bietet auch schleswig-holsteinische Unternehmen wachsende Chancen. Nicht alle, aber viele kleine und mittelständische Unternehmen brauchen unterstützende Netzwerke, bevor sie den Schritt auf ausländische Märkte wagen und dort Fuß fassen können. Und besonders in Asien öffnen häufig erst politische Kontakte die Türen für Geschäfte.Deshalb begrüßen wir die Außenwirtschaftsoffensive des Wirtschaftsministers. Er preist sie vielleicht etwas zu großzügig an—aber das gehört zum Geschäft. Wir alle wissen es—und der Minister weiß es selbstverständlich auch—dass die Landesregierung unsere Unternehmen nur punktuell bei der Anbahnung von Geschäften unterstützen kann. Und dabei ist auch die Landesregierung auf die Zusammenarbeit mit anderen Organisationen angewiesen.Es ist selten, aber es fällt mir in diesem Fall nicht schwer: Herr Minister Austermann, ich möchte sie loben. Ich meine, Sie sind in der Außenwirtschaftspolitik auf dem richtigen Weg. Ich danke Ihnen und Ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für diesen Bericht und freue mich auf die Beratungen im Wirtschaftsausschuss.“Christian Albrecht, Pressesprecher, V.i.S.d.P., FDP Fraktion im Schleswig-Holsteinischen Landtag, Landeshaus, 24171 Kiel, Postfach 7121, Telefon: 0431/9881488 Telefax: 0431/9881497, E-Mail: presse@fdp-sh.de, Internet: http://www.fdp-sh.de/