Diese Webseite verwendet ausschließlich für die Funktionen der Website zwingend erforderliche Cookies.
Monka Heinold zu Herzkrankheiten und Nichtraucherschutz
PRESSEDIENST Fraktion im Landtag Schleswig-Holstein Pressesprecherin Es gilt das gesprochene Wort! Claudia Jacob Landeshaus TOP 14 – Herzkrankheit Düsternbrooker Weg 70 24105 KielDazu sagt die Parlamentarische Geschäftsführerin Durchwahl: 0431/988-1503 Zentrale: 0431/988-1500 der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen, Telefax: 0431/988-1501 Monika Heinold Mobil: 0172/541 83 53 E-Mail: presse@gruene.ltsh.de Internet: www.sh.gruene-fraktion.de Nr. 271.06 / 01.06.06Nichtraucherschutz ist ein notwendiger Beitrag zur Vermeindung von HerzkrankheitenDie koronare Herzkrankheit ist die häufigste Todesursache in Deutschland. Täglich ster- ben 270 Menschen am plötzlichen Herztod, pro Jahr erleiden 295.000 Menschen in Deutschland einen Herzinfarkt. Koronare Herzerkrankungen sind eine typische Zivilisati- onskrankheit. Maßgeblich an ihrer Entstehung sind die klassischen Unarten der Wohlstandgesellschaft beteiligt: Zu wenige Bewegung, ungesunde Ernährung, zu viel Fett, zu viel Zucker, zu wenig Obst und Gemüse, zu wenige Ballaststoffe - und daraus resultierend Übergewicht, Risikofaktor Nummer eins.Hinzu kommen Nikotin und Alkohol im Übermaß, zu viel Stress und zu wenig Ausgleich – Faktoren, die das Risiko für eine koronare Herzkrankheit weiter erhöhen.Zumindest diese Fakten über Risikofaktoren und Risikoverhalten sind eigentlich bekannt. Insbesondere von ÄrztInnen und Krankenkassen gibt es eine Vielzahl von Angeboten für präventive Informationen. Auch wer mit offenen Augen und Ohren Berichte in Presse, Fernsehen oder im Internet verfolgt, kann sich einen Überblick über die sogenannten Ri- sikofaktoren und über Methoden, diese zu minimieren, verschaffen. Aufklärung, Informa- tion, Prävention und Eigenverantwortung sind die zentralen Stichworte.Dennoch lassen sich Herzinfarkt und ein plötzlicher Herzstillstand nicht grundsätzlich vermeiden – leider. Kein noch so gesundes Verhalten bietet eine wirkliche Sicherheit. Deswegen muss uns das richtige Handeln im Ernstfall genauso wichtig sein, wie die Prä- vention.1/2 Es geht darum, jeden Einzelnen zu befähigen, im Ernstfall die richtigen Maßnahmen durchzuführen. Es geht darum, die Bevölkerung zu ermutigen, ihre theoretischen Kennt- nisse auch einzusetzen. Es geht um Solidarität und Zivilcourage, um Mitmenschlichkeit und Verantwortung. Im Ernstfall zählt jede Minute.Ich möchte mich ganz ausdrücklich bei der Landesarbeitsgemeinschaft Herz und Kreis- lauf bedanken, die durch ihre Initiative den vorgelegten Landtagsantrag angeregt hat. Die Grüne Landtagsfraktion unterstützt die Forderungen des Antrages: Eine Ergänzung der Erste-Hilfe-Kurse um das notwendige Ernstfallwissen bei Herzanfällen und über das Ver- halten im Ernstfall. Eine öffentlichkeitswirksame Unterstützung durch die Landesregie- rung. Und eine verpflichtende Schulung von PatientInnen und Risikogruppen, auch wenn wir uns sicherlich noch Gedanken darüber machen müssen, wie die Umsetzung dieser Pflicht gelingen kann. Da die Überlebenschancen bei einem Herzanfall auch von der Möglichkeit der Wiederbelebung abhängig sind, müssen notwenige Maßnahmen breit bekannt sein.Um den modernsten Standard zu erfüllen, ist es richtig, dass in Risikobereichen, in de- nen im öffentlichen Raum tagtäglich viele Menschen verkehren, lebensrettende Geräte wie das AED vorhanden sind. Und natürlich müssen Organisationen wie das DRK, die Johanniter oder die Feuerwehr, welche alltäglich zu medizinischen Risikosituationen ge- rufen werden, über eine entsprechende Geräteausstattung verfügen. Das die HelferInnen in der Bedienung der Geräte geschult sein müssen, versteht sich von selbst.Da die gesundheitspolitischen SprecherInnen aller Fraktionen im vergangenen Herbst ein Gespräch mit der Landesarbeitsgemeinschaft Herz und Kreislauf geführt haben und einen gemeinsamen Landtagsinitiative verabredet hatten, wird es Sie nicht wundern, dass meine Fraktion dem vorgelegten Antrag zustimmt.Die Landesarbeitsgemeinschaft Herz und Kreislauf hat damals auch betont, dass insbe- sondere das Rauchen – aktiv wie passiv – ein hohes Risiko darstellt. Auch hier haben Sie uns aufgefordert, zu handeln. Deshalb hoffe ich, dass wir uns nicht nur bei der heuti- gen Resolution sondern auch bei der Verabschiedung unseres Landtagsantrages „Rauchfreier Öffentlicher Raum“ einig werden. ***