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Haushalt 2007/2008: Offenbarungseid der Großen Koalition
Pressemitteilung Nr. 084/2006 08 Kiel, den 4.07.2006 Pressesprecher Lars Erik Bethge, Tel. 0431-988 1383Haushalt 2007/2008:Offenbarungseid der Großen KoalitionDer SSW kritisiert, dass die heutigen Haushaltsbeschlüsse desKabinetts keine sozialen Rücksichten nehmen und den ländlichenRaum unverhältnismäßig hart treffen. „CDU und SPD treffen mit ihrenSparvorschlägen möglichst viele Gruppen ein in der Hoffnung, dass dann das Wehklagen einzelner nicht mehr zu hören ist“, kritisiert dieVorsitzende des SSW im Landtag, Anke Spoorendonk.„Was Schleswig-Holstein braucht ist jemand, der das Schiff Schleswig- Holstein erneuert und in ein besseres Fahrwasser bringt. DieserSparkurs wird die grundlegenden Probleme nicht lösen, sondern das Land auf Dauer zum Fliegenden Holländer machen.Es hat nichts mit politischer Gestaltung zu tun, was Peter HarryCarstensen und seine Mannschaft da treiben. Besonders bedauerlich 2ist es, dass die Sozialdemokraten jetzt massive Kürzungen im sozialenBereich mittragen wollen. So stehen zum Beispiel die Senkung derPersonalstandards für die Kindertagesstätten in zwei Kreisen und dieKürzungen bei den Beratungsstellen für Frauen im Widerspruch zu derBildungspolitik und Familienpolitik, die sowohl SPD als auch CDUzurzeit propagieren.Besonders hart wird es auch den ländlichen Raum treffen. Die Kürzungbei der Dorfentwicklung und bei den Erneuerbaren Energien vertieftdie Spaltung zwischen den wenigen Wirtschaftszentren Schleswig-Holsteins und dem Rest des Landes. Auch die Kürzung der Ausgaben für Schülerbeförderung wird die Familien im ländlichen Raum harttreffen.Dieser Haushalt ist der Offenbarungseid der Großen Koalition. Erbelegt schwarz auf weiß, dass sie keine gemeinsamen Konzepte fürdie Weiterentwicklung dieses Landes haben. Das einzige, worauf siesich verständigen können, ist das Sparen. Weil es aber viel zu wenigepolitische Gemeinsamkeiten gibt, werden eben keine Prioritäten gesetzt und alle müssen dran glauben.“