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Detlef Matthiessen zur Priorität für Erdkabel
PRESSEDIENST Fraktion im Landtag Schleswig-Holstein Pressesprecherin Claudia Jacob Landeshaus Düsternbrooker Weg 70 24105 Kiel Durchwahl: 0431/988-1503 Zentrale: 0431/988-1500 Telefax: 0431/988-1501 Mobil: 0172/541 83 53 E-Mail: presse@gruene.ltsh.de Internet: www.sh.gruene-fraktion.deNetzausbau: E.ON schindet Zeit Nr. 325.06 / 05.07.06Zur heutigen Anhörung des Wirtschaftsausschusses zum Thema Netzausbau in Schles- wig-Holstein erklärt der energiepolitische Sprecher der Landtagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen, Detlef Matthiessen:Alle Sachverständigen waren sich einig, dass der Netzausbau notwendig ist, um den weiteren Ausbau der erneuerbaren Energien sicherzustellen. Dabei wurde deutlich, dass ein Erdkabel um Jahre schneller zu realisieren ist als die von E.ON beantragte Freileitungsvariante.Die schnelle Lösung einer Erdkabelverbindung ist vor allem deswegen von Bedeutung, weil bereits heute die Verluste der WindmüllerInnen durch netzbedingte Abschaltungen höher sind als die selbst von E.ON behaupteten Mehrkosten des Erdkabels im Vergleich mit einer Freileitung.Hinzu kommt, dass mindestens 300 Millionen Euro an Investitionen nicht getätigt werden können, weil der Stromabtransport von neuen Windmühlen in Repowering-Gebieten (= Viele kleine Windmühlen durch Wenige größere ersetzen) derzeit nicht möglich ist. Die- ser Investitionsstau muss durch einen schnellen Netzausbau in Schleswig-Holstein be- seitigt werden.Im Interesse des Klimaschutzes, im Interesse der Entwicklung der erneuerbaren Ener- gien und vor allem um die Wirtschaft in Schleswig-Holstein zu stärken, ist eine zügige Umsetzung der bereits genehmigten Erdkabelvariante dringend erforderlich.Hier gilt in besonderem Maße: Zeit ist Geld. Und E.ON tut Alles, um Zeit zu schinden.Nachdem die Energiemonopolisten alle Prozesse gegen erneuerbaren Strom vor dem Europäischen Gerichtshof, vor dem Bundesverfassungsgericht, vor verschiedenen In- stanzen der Verwaltungsgerichte verloren haben, missbrauchen sie heute ihr Netzbe- triebsmonopol, um ihre Konzerninteressen zu bedienen.Damit wird der schleswig-holsteinischen Wirtschaft gewaltiger Schaden zugefügt. ***