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14.09.06 , 17:45 Uhr
SPD

Wolfgang Baasch zu TOP 32: Ein richtiger und innovativer Schritt

Sozialdemokratischer Informationsbrief

Kiel, 14.09.2006 Landtag Es gilt das gesprochene Wort! Sperrfrist: Redebeginn aktuell
TOP 32 - Modellversuch Flensburg als Testregion für die Einführung einer Gesundheitskarte (Drucksache 16/829)

Wolfgang Baasch:

Ein richtiger und innovativer Schritt

Die elektronische Gesundheitskarte soll die Qualität, die Sicherheit und Transparenz der medi- zinischen Versorgung verbessern. Dass die Einführung der elektronischen Gesundheitskarte in Deutschland in der Region Flensburg erprobt wird, ist ein hervorragendes Zeichen für die Vorarbeit der Gesundheitsinitiative Schleswig-Holstein.

Allerdings führen die Schwierigkeiten bei der Einführung der Gesundheitskarte dazu, dass die Möglichkeiten, die sich in der Testregion bieten, nicht voll ausgeschöpft werden können. Not- falldaten und das e-Rezept wären in der Testregion Flensburg bereits heute möglich.

Die Gesundheitskarte soll eine Krankenversicherungskarte mit erweiterter Funktionalität sein. Auf ihr können wichtige medizinische Informationen über den Inhaber gespeichert wer- den, wie z.B. Daten zur Blutgruppe, zu Allergien, Erkrankungen, Operationen oder Implanta- ten, zu Tetanusimpfungen und zu Arzneiverordnungen, die im Notfall vom behandelnden Arzt sofort abgerufen werden können. So können zukünftig aber auch Apothekerinnen und Apotheker erkennen, wenn sich Arzneimittel nicht miteinander vertragen. Das ist ein entschei- dender Fortschritt für Patientinnen und Patienten, denn jährlich sterben mehr Menschen an Arzneimittelunverträglichkeiten als im Straßenverkehr.

Alle Akteure sind sich einig darin, dass der Datenschutz sicher gestellt sein muss. Schleswig- Holstein

Herausgeber: SPD-Landtagsfraktion Verantwortlich: Petra Bräutigam Landeshaus Postfach 7121, 24171 Kiel Tel: 0431/ 988-1305/1307 Fax: 0431/ 988-1308 E-Mail: pressestelle@spd.ltsh.de Internet: www.spd.ltsh.de SPD -2-



Die Gesundheitskarte Schleswig-Holstein ist ein Leitprojekt der Gesundheitsinitiative und wird von Beginn an durch die Landesregierung unterstützt. Begonnen hat es im Oktober 2003 mit dem Gesundheitsnetzwerk Flensburg. Damals waren beteiligt fünf Praxen und zwei Kranken- häuser. Die Fachhochschule Flensburg hat dieses Projekt wissenschaftlich von Anfang an begleitet und diesen Vorsprung nutzt die Testregion Flensburg, damit Anfang 2007 der Feldtest mit 10.000 Beteiligten auch erfolgreich starten kann. Denn die Vorarbeiten mit der e- lektronischen Gesundheitskarte Schleswig-Holstein in der Region Flensburg haben dazu ge- führt, dass heute im Gesundheitsnetzwerk Flensburg die beiden Krankenhäuser der Region sowie 180 Ärztinnen und Ärzte mit 130 Praxen und – was entscheidend ist – über 1.000 Pati- entinnen und Patienten beteiligt sind.

Natürlich ist es notwendig, dass auch alle anderen Akteure im Gesundheitswesen sich in der Testregion beteiligen, und es ist hervorzuheben, dass die AOK Schleswig-Holstein diese Zu- sammenarbeit nachhaltig begleitet und gefördert hat.

Die elektronische Gesundheitskarte soll dazu beitragen, die Informations- und Kommunika- tionsprozesse der Akteure im Gesundheitswesen zu verbessern. Sie soll zu einer Opti- mierung der Notfallversorgung beitragen und damit die Sicherheit für die Patientinnen und Pa- tienten erhöhen. Die Entwicklung der schleswig-holsteinischen Gesundheitskarte in der Region Flensburg war ein richtiger und innovativer Schritt, der seine Fortsetzung jetzt als Pilotregion für die Einführung der elektronischen Gesundheitskarte auf Bundesebene findet.

Bei aller Verzögerung wird hier ein richtiger und vorausschauender Weg beschritten. Es ist und bleibt ein Grund, stolz zu sein auf das, was dort in der Region Flensburg an Engagement von Ärzten, Apothekern, Krankenhäusern, aber auch unter Beteiligung der Patientinnen und Pati- enten geleistet worden ist.

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