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22.11.06 , 15:53 Uhr
CDU

Christliche Wertebasis erhalten,Bischof Dr. Knuth und Fraktionschef Dr. Wadephul ziehen Bilanz ihres Gespräches

Nr. 397/06 22. November 2006


IM SCHLESWIG-HOLSTEINISCHEN LANDTAG
PRESSEMITTEILUNG Pressesprecher Dirk Hundertmark Landeshaus, 24105 Kiel Telefon 0431-988-1440 Telefax 0431-988-1444 E-mail: info@cdu.ltsh.de Internet: http://www.cdu.ltsh.de



Christliche Wertebasis erhalten Bischof Dr. Knuth und Fraktionschef Dr. Wadephul ziehen Bilanz ihres Gespräches Der Vorsitzende der Kirchenleitung der Nordelbischen Evangelisch- Lutherischen Kirche, Bischof Dr. Hans Christian Knuth, und der Vorsitzende der CDU-Fraktion im Schleswig-Holsteinischen Landtag, Dr. Johann Wadephul, haben heute (Mittwoch) eine positive Bilanz ihres Gespräches vom gestrigen Abend gezogen. Beide erklär- ten: „Der rote Faden des Gesprächs war, dass die christlichen Grundwerte unserer Gesellschaft wieder mehr in das Bewusstsein aller Menschen gerückt werden müs- sen.“ Dies sei allerdings nicht nur ein politisches oder kirchliches Problem. Die Erfah- rung zeige, dass immer dort, wo die Menschen ihre Grundwerte leben und auch aktiv dafür eintreten, das gesellschaftliche Leben am besten funktioniere.
Das Gespräch zwischen der CDU-Fraktion und der Kirchenleitung fand im Rahmen des zwischen der Kirche und den Fraktionen im Landtag in unregelmäßigen Abstän- den anberaumten Gedankenaustausches statt.
Am Beispiel des Ladenöffnungsgesetzes richteten die kirchlichen Vertreter die Auf- merksamkeit auf die unterschiedliche theologische Bedeutung der Sonn- und Feier- tage. Neben dem Erntedanksonntag als „Ruhetag nicht nur von der Tagesmüh, son- dern von der Jahresmüh“ sprachen sie vor allem die „zweiten Feiertage“ an. „Wenn der Schutz des Staates wegfällt, wird es für die Kirchen schwer“, so der Bischof. Die kirchenpolitische Sprecherin der CDU-Landtagsfraktion, Herlich Marie Todsen- Reese, machte deutlich, wie schwierig es sei, kirchliche Feiertage politisch zu vertei- digen, wenn zu diesen Terminen andererseits völlig selbstverständlich Sportveran- staltungen oder allgemeine Volksfeste stattfänden.
Hinsichtlich des Staatskirchenvertrages begrüßte Bischof Knuth die sehr klare Hal- tung der CDU-Landtagsfraktion. Fraktionschef Wadephul bekräftigte noch einmal die Position der Fraktion, dass die getroffenen Vereinbarungen weiterhin eingehalten würden.
Viel Raum nahm die Diskussion über den Religionsunterricht an den Schulen ein. Es komme immer wieder vor, dass dieser ausfalle. Häufig würden auch die erforderli- chen Lehrer nicht eingestellt. Der Staatskirchenvertrag sehe vor, dass Religionsun- terricht unter Berücksichtigung der jeweiligen Konfessionen an den Schulen stattfän- de. Todsen-Reese machte deutlich, dass die gesetzlich vorgesehene Delegation von Aufgaben an die einzelnen Schulen grundsätzlich wünschenswert sei. „Die Schulen sollen möglichst viel selbst entscheiden.“ Dies dürfe jedoch nicht so weit gehen, dass der Staat seiner grundgesetzlich verankerten Verpflichtung zur Erteilung von Religi- onsunterricht nicht mehr nachkomme. Es wurde verabredet, gemeinsam an einer Stärkung des Religionsunterrichtes als Orientierungshilfe und Wertevermittlung zu arbeiten.
Weitere Themen waren das Schulgesetz sowie die universitäre Ausbildung der Theo- logen.
Vor der Gesprächsrunde fand eine kurze Andacht statt, während der das von der CDU-Fraktion in ihrem Sitzungsraum aufgehängte Kreuz durch den Bischof geweiht wurde. Herlich Marie Todsen-Reese erklärte dazu: „Das Kreuz ist ein Bekenntnis zu unseren christlichen Wurzeln. Dieses Bekenntnis ist notwendiger denn je. Und das Kreuz erinnert daran, dass wir als Christdemokraten unsere Politik am christlichen Menschenbild ausrichten. Politik ist letztendlich auch nichts anderes als Dienst am Menschen und für die Menschen.“

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