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30.11.06 , 16:53 Uhr
FDP

Heiner Garg: "Landstromversorgung in Häfen ist sauber und billig-wir sollten nicht warten."

FDP Landtagsfraktion Schleswig-Holstein



Presseinformation Wolfgang Kubicki, MdL Nr. 343/2006 Vorsitzender Dr. Heiner Garg, MdL Stellvertretender Vorsitzender Kiel, Donnerstag, 30. November 2006 Dr. Ekkehard Klug, MdL Parlamentarischer Geschäftsführer Sperrfrist: Redebeginn Günther Hildebrand, MdL
Es gilt das gesprochene Wort!
Schifffahrt/Umwelt/Landstromversorgung in Häfen
Heiner Garg: „Landstromversorgung in Häfen ist sauber und billig—wir sollten nicht warten.“ In seinem Beitrag zu TOP 31 (Landstromversorgung in Häfen) sagte der stellvertretende Vorsitzende der FDP-Landtagsfraktion, Dr. Heiner Garg:
„Die fortschreitende Erwärmung des Erdklimas durch die Menschheit ist offensichtlich. Wegen der sehr langsamen Abläufe können wir diese Erwärmung kurzfristig kaum beeinflussen—aber wir können vieles tun, um eine weitere Verstärkung dieser langsamen Abläufe zu verhindern oder wenigstens abzumildern. Zum Beispiel beim unserem jetzigen Thema: Wie können Schiffe umweltschonend und kosteneffizient mit Energie versorgt werden, während sie im Hafen liegen?
Immer noch lassen viele Kapitäne auch im Hafen ihre Maschinen laufen. Das ist selten die umweltschonendste Art, an Bord die Lichter leuchten zu lassen— und die anderen Systeme zu betreiben, die Strom brauchen.
Eine Alternative hierzu ist der Vorschlag der EU-Kommission aus dem Mai dieses Jahres. Die Empfehlungen haben die Grünen in Punkt 1 ihres Antrages aufgezählt, verkürzt dargestellt empfiehlt die Kommission: • den Aufbau von Landstromanlagen zu prüfen, • internationale Emissionsgrenzwerte für Schiffe zu entwickeln und durchzusetzen, • wirtschaftliche Anreize zu prüfen, mit denen Schiffsbetreiber zur Nutzung von Landstromanlagen anregt werden könnten, und • das alles mit allen in Frage kommenden Stellen abzustimmen.
De EU-Kommission hat diese Empfehlungen aufgrund wissenschaftlicher Untersuchungsergebnisse erteilt. Danach sind Landstromanlagen in vielen Fällen nicht nur umweltschonender, sondern auch preiswerter als die Selbstversorgung der im Hafen liegenden Schiffe:



Christian Albrecht, Pressesprecher, V.i.S.d.P., FDP Fraktion im Schleswig-Holsteinischen Landtag, Landeshaus, 24171 Kiel, Postfach 7121, Telefon: 0431/9881488 Telefax: 0431/9881497, E-Mail: presse@fdp-sh.de, Internet: http://www.fdp-sh.de/ • Bei Häfen mit 500 Liegeplätzen und mittelgroßen Motoren beziffert die Kommission den geschätzten geldwerten Vorteil der Landstromversorgung mit 193 Mio. € bis 708 Mio. € jährlich—je nachdem, welchen Kraftstoff die Schiffsmotoren bei der Eigenversorgung verbrennen. • Zusätzlich verringern sich die Emissionen von Kohlendioxid und Stickstoffoxid um über 50% und von Kohlenmonoxid um etwa 99%. Dabei ist schon berücksichtigt, dass auch der Strom aus der Landversorgung irgendwo gewonnen werden muss und dass dabei im Zweifel auch Emissionen entstehen.
Mit der Landstromversorgung würden Hafenliegezeiten also im Mittel billiger und sauberer. Wer könnte das ablehnen?
Im Mittel bedeutet aber auch: nicht in jedem Fall: Deshalb weist die EU- Kommission auch ausdrücklich daraufhin, dass die Kosteneffizienz der Landstromversorgung stark von den örtlichen Bedingungen abhängt. Das sollte für uns Anreiz genug sein, in so vielen Häfen wie möglich für eine wirtschaftlich sinnvolle Landstromversorgung zu sorgen.
Weil die rechtliche Kompetenz beim Bund liegt, ist der Antrag der Grünen auf eine Bundesratsinitiative des besonders betroffenen Küstenlandes Schleswig- Holstein genau der richtige Weg. In den Beratungen im Ausschuss sollten wir noch genauer klären, was genau ‚Anschubfinanzierung’ ausdrücken soll: Wer soll wen unter welchen Bedingungen finanziell anschieben? Der Eintrag der Empfehlung zur Landstromversorgung ins Grünbuch der EU sollte nach den Erkenntnissen der EU-Kommission ein Selbstgänger werden. Wir unterstützen diesen Antrag.“



Christian Albrecht, Pressesprecher, V.i.S.d.P., FDP Fraktion im Schleswig-Holsteinischen Landtag, Landeshaus, 24171 Kiel, Postfach 7121, Telefon: 0431/9881488 Telefax: 0431/9881497, E-Mail: presse@fdp-sh.de, Internet: http://www.fdp-sh.de/

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