Diese Webseite verwendet ausschließlich für die Funktionen der Website zwingend erforderliche Cookies.
Detlef Matthiessen zu regionalen Berufsbildungszentren
PRESSEDIENST Fraktion im Landtag Schleswig-Holstein Pressesprecherin Es gilt das gesprochene Wort! Claudia Jacob Landeshaus TOP 42 – Weiterentwicklung der Beruflichen Schulen Düsternbrooker Weg 70 24105 Kiel zu Regionalen Berufsbildungszentren Durchwahl: 0431/988-1503 Zentrale: 0431/988-1500 Dazu sagt der wirtschaftspolitische Sprecher Telefax: 0431/988-1501 der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen, Mobil: 0172/541 83 53 Detlef Matthiessen: E-Mail: presse@gruene.ltsh.de Internet: www.sh.gruene-fraktion.de Nr. 502.06 / 01.12.06Erfolgreiches Projekt zum Vorteil junger MenschenDieser Bericht gehört zu den erfreulicheren Arbeitsergebnissen, die uns die Regierung in diesem Monat vorlegt. Es handelt sich ja auch um ein rot-grünes Projekt! Gestartet im Jahr 2002 mit 14 Projektschulen in einer Erprobungsphase und auf alle Schulen ausgedehnt im Jahr 2004 durch den Erlass „Erweiterung der Befugnisse der berufsbildenden Schulen“ er- weist sich das Projekt mit diesem Bericht als erfolgreich und gut gemacht.Die Richtung stimmt: die neuen Berufsbildungszentren entwickeln eine größere Selbständig- keit und nutzen sie für eine effizientere Organisation und für mehr Förderung für die Schüle- rInnen.Die Berufsschulen haben - trotz noch bestehender Klagen über zuwenig Ressourcen und Entlastungsmaßnahmen - die Bereitschaft gezeigt, Verwaltungsaufgaben des Landes zu ü- bernehmen, Entscheidungen vor Ort zu treffen und damit zur Verwaltungsmodernisierung beizutragen.Was uns besonders freut und bestätigt: die Lehrkräfte der Schulen haben diesen Entwick- lungsprozess engagiert vorangetrieben und gestaltet. Das wurde auch richtig kreativ, z.B. mit dem Lerncenter für Schüler mit besonderem Förderbedarf, mit der verbesserten Unterrichts- qualität durch Teambildung und durch die Öffnung zu Kooperationspartnern aus der Region. So wünschen wir uns das für alle Schulen!Im Bericht der Regierung steht deutlich formuliert, dass eine Reform des Unterrichts, der Or- ganisationsstruktur und der Öffnung nach außen ein sich gegenseitig beeinflussender Pro- zess ist. Das hat sich schon immer im Grünen Schulkonzept widergespiegelt.1/2 Unser Konzept heißt: Organisation und Unterricht gleichzeitig reformieren, nur dann funktio- niert es. Dazu brauchen wir Mut, und den sehen wir jetzt bei den Berufsschulen. Dort gibt es jetzt Lernen im Team und der Regierungsbericht hat gesteigerte Motivation bei allen Beteilig- ten festgestellt. Es gibt sogar Zustimmung zu den Controllingverfahren!Nicht so erfreulich allerdings, ist das Eingreifen in den Reformprozess durch die große Koali- tion. Im neuen Schulgesetzentwurf sind einige Verschlechterungen geplant, die den neuen RBZs nur schaden können. Warum soll ein Verwaltungsrat nur extern zusammengesetzt sein? Wie soll eine Schule funktionieren, wenn die am besten informierten Personen an wichtigen Entscheidungen nicht ausreichend beteiligt werden?Wir wollen einen Schulvorstand, der so zusammengesetzt ist, dass es für die Schule und die Ausbildung optimal ist:-> Vier VertreterInnen der Lehrerschaft -> Vier VertreterInnen der Schülerschaft -> Vier VertreterInnen der Elternschaft -> Eine VertreterIn des Trägers (also des Kreises) -> Eine VertreterIn der Handwerkskammer -> Eine VertreterIn der IHKDabei ist uns wichtig, dass auch Eltern von SchülerInnen über 18 Jahre noch mitreden (so- fern die SchülerInnen dem zustimmen). Junge Menschen, die noch in Ausbildung sind, brau- chen Eltern, die sich für ihre Interessen einsetzen. Die große Koalition will die demokrati- schen Ansätze in der Schule zerschlagen, obwohl sie doch selber in ihrem Bericht hier fest- stellt, wie wichtig es ist, alle Beteiligten zu motivieren und zu kreativem Mitdenken zu begeis- tern.Ein Beispiel dafür, das ich in diesem Bericht lese: trotz einiger Anfangsschwierigkeiten bei den Weiterbildungsaktivitäten ist es einem schleswig-holsteinischen RBZ (die Landesregie- rung verrät uns hier nicht, welchem) gelungen, mit einer Maßnahme den Weiterbildungsinno- vationspreis 2006 des Bundesinstituts für Berufsbildung zu gewinnen. Ich gratuliere!Wir wollen so viel Beteiligung wie möglich an Reformprozessen und wir wissen, dass man dazu viel Vertrauen in die Akteure setzen muss! Dazu ist die innerschulische Demokratie mit der Drittelparität unverzichtbar.Probleme gibt es, wie man im Anhang des Berichts lesen kann, mit den Kriterien und Stan- dards der Qualitätssicherung, die von der KMK für die Schule ausgearbeitet wurden und für den Unterricht in Beruflichen Schulen nicht so richtig passen. Da muss wohl noch dran gear- beitet werden. ***