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Wolfgang Kubicki zur Entwicklung des Sports in Schleswig-Holstein
FDP Landtagsfraktion Schleswig-HolsteinPresseinformation Wolfgang Kubicki, MdL Nr. 354/2006 Vorsitzender Dr. Heiner Garg, MdL Stellvertretender Vorsitzender Kiel, Freitag, 1. November 2006 Dr. Ekkehard Klug, MdL Parlamentarischer Geschäftsführer Sperrfrist: Redebeginn Günther Hildebrand, MdLEs gilt das gesprochene Wort!Innen/SportWolfgang Kubicki zur Entwicklung des Sports in Schleswig-Holstein In seinem Redebeitrag zu TOP 17 (Nachhaltige Entwicklung des Sports) erklärte der Vorsitzende der FDP-Landtagsfraktion, Wolfgang Kubicki:„Regeln des Zusammenlebens lassen sich zwar verordnen, sie bleiben jedoch Makulatur, wenn sie nicht eingeübt und gelebt werden. Damit kommt dem Sport eine wesentliche gesellschaftspolitische Bedeutung zu.Der faire Wettbewerb um sportliche Erfolge mit festen Regeln unterstützt die Ausbildung einer Persönlichkeit, die in der Lage ist, sich an Werten und Regeln zu orientieren.Wer Sport treibt bleibt zumeist gesund und leistungsfähig. Im ländlichen Raum nehmen Sportvereine für die Bevölkerung von klein an eine wichtige, auch kulturelle Identifikationsfunktion ein.Wir bedanken uns bei den Grünen für ihre Große Anfrage zur Entwicklung des Sports in Schleswig-Holstein. Was herausgekommen ist, ist ein umfassendes Werk, auch wenn einige Fragen der Grünen uns schon ein wenig abwegig erschienen.So wollten die Grünen unter anderem wissen, ob es wissenschaftliche Untersuchungen darüber gibt, warum Männer und Frauen verschiedene Freizeitverhalten an den Tag legen.Die gibt es natürlich nicht und ich hoffe, die Grünen wollten mit dieser Frage nicht implizieren, dass sie solche Studien für notwendig halten. Ich kann dazu nur sagen, dass es auch unter Männern durchaus verschiedene Freizeitverhalten gibt, ich aber wirklich kein Interesse daran habe, warum beispielsweise Kollege Hentschel andere Hobbies hat als ich.Aber zurück zu wesentlicheren Punkten des Berichts:Christian Albrecht, Pressesprecher, V.i.S.d.P., FDP Fraktion im Schleswig-Holsteinischen Landtag, 1 Landeshaus, 24171 Kiel, Postfach 7121, Telefon: 0431/9881488 Telefax: 0431/9881497, E-Mail: presse@fdp-sh.de, Internet: http://www.fdp-sh.de/ Zunächst einmal etwas Positives: Die Anzahl der Jugendlichen in Sportvereinen ist sowohl absolut als anteilig von knapp 35 Prozent aller in Sportvereinen organisierten Mitglieder auf heute 37 Prozent angestiegen. Es steht damit außer Frage, dass sowohl die soziale Bedeutung als auch die Gesundheitsvorsorge durch den Sport heute bei Kindern und Jugendlichen einen wachsenden Stellenwert erhält. Das ist gut so.Negativ hingegen ist die allgemeine Mitgliederentwicklung in den schleswig- holsteinischen Sportvereinen. Sie ist seit dem Jahr 2001 rückläufig, wobei man fairer Weise hinzufügen muss, dass seinerzeit ein neuer Höchststand im Landessportverband erreicht wurde.Lag die Zahl der Mitglieder in Sportvereinen im Jahr 2001 noch bei 884.500 so ist sie in den letzten fünf Jahren um über 25.000 auf 859.067 gesunken. Das muss zu denken geben.Auch besteht großer Sanierungsbedarf an Sportstätten in Schleswig-Holstein. So kann man auf Seite 14 des Berichts zur Kenntnis nehmen, dass bis zum Jahr 2005 insgesamt 2732 von den im Land befindlichen 4408 Sportanlagen – also fast 62 % - sanierungsbedürftig sind. Wie der Bericht ehrlicherweise feststellt, ist der Sanierungsbedarf in der Vergangenheit so angewachsen, weil den Kommunen in zunehmendem Maße die Kofinanzierungsmittel zur Instandsetzung der Sportanlagen fehlte.Insofern ist der Eingriff in den Kommunalen Finanzausgleich in Höhe von 120 Millionen durch das Land ein weiterer Schlag gegen den Sport in Schleswig- Holstein.Wer also den Sport in Schleswig-Holstein wirklich voranbringen will, der muss auch die finanzielle Unterstützung durch das Land sicherstellen. Bisher sichert die Finanzierung die im Gesetz über in öffentlicher Trägerschaft veranstaltete Lotterien und Sportwetten verankerte Konzessionsabgabe, dem Sport jährlich mindestens 6,3 Millionen Euro.Und wir stimmen dem Präsidenten des Landessportverbandes ausdrücklich zu, wenn er sagt:„Der Gesundheitssport, der Behindertensport, der Integrationssport, der Sport für Seniorinnen und Senioren, für Jugendliche und Kinder - kurz der Breitensport - muss weiter finanzierbar bleiben, d.h. die öffentliche Förderung muss mindestens in dem bisherigen Umfang auch in der Zukunft gewährleistet sein.“Wir haben ja bereits gestern im Rahmen der Debatte über den Staatsvertrag zum Lottowesen darüber debattiert, dass wir mit einer Öffnung des Lotterie- und Sportwettenwesens für Private und der Einführung eines Konzessionsmodells künftig zusätzliche Mittel für den Sport in Schleswig- Holstein zur Verfügung stellen könnten. Hierauf sollten wir im Sinne des Sports nicht verzichten.Die Antwort der Landesregierung enthält noch weitere interessante Aussagen beispielsweise zum Leistungs-, zum Schulsport und zur Gesundheitsvorsorge. Eine Diskussion hierzu würde aber den heutigen Rahmen der Debatte sprengen. Diese Debatte wollen wir noch im Ausschuss führen.“Christian Albrecht, Pressesprecher, V.i.S.d.P., FDP Fraktion im Schleswig-Holsteinischen Landtag, 2 Landeshaus, 24171 Kiel, Postfach 7121, Telefon: 0431/9881488 Telefax: 0431/9881497, E-Mail: presse@fdp-sh.de, Internet: http://www.fdp-sh.de/