Diese Webseite verwendet ausschließlich für die Funktionen der Website zwingend erforderliche Cookies.

Datenschutzerklärung

01.12.06 , 13:35 Uhr
CDU

Hartmut Hamerich zu TOP 39: Die Forstwirtschaft muss wirtschaftlich betrieben werden

Nr. 427/06 01. Dezember 2006


IM SCHLESWIG-HOLSTEINISCHEN LANDTAG
PRESSEMITTEILUNG Pressesprecher Dirk Hundertmark Landeshaus, 24105 Kiel Telefon 0431-988-1440 Telefax 0431-988-1444 E-mail: info@cdu.ltsh.de Internet: http://www.cdu.ltsh.de

Agrarpolitik Hartmut Hamerich zu TOP 39: Die Forstwirtschaft muss wirtschaftlich betrieben werden Seit einiger Zeit können wir freudig zur Kenntnis nehmen, der Rohstoff Holz wird zu- nehmend und nachhaltig genutzt.
Die jährliche Nutzungsmenge wird in den nächsten 30 – 40 Jahren vermutlich um über 30 % steigen. Mit zunehmendem Alter vieler Waldbestände, die in den letzten Jahr- zehnten entstanden sind, können vermehrt wirtschaftlich interessante Sortimente ge- nutzt werden. Das Ziel, den Waldanteil in Schleswig – Holstein von 10 % auf 12 % zu erhöhen dürfen wir nicht aus den Augen verlieren. Wir müssen die Wirtschaftlichkeit unserer Forstwirtschaft weiter optimieren, wenn uns das jetzt nicht gelingt, wann dann.
Die Situation für den Holzmarkt hat sich erheblich gebessert, höhere Preise für alle Holzarten sorgen dafür, dass die ansteigenden Nutzungsmöglichkeiten der gestiege- nen Holzvorräte zu wirtschaftlichen Verbesserungen führen. Die Erhöhung des Waldanteils auf 12 % der Landesfläche muss unser langfristiges Ziel sein. Wir setzen darauf, dass dies primär durch das kostengünstigere private Engagement zu errei- chen ist, das von uns durch ein staatliches Förderangebot unterstützt wird.
Wichtig hierbei zu erwähnen ist, dass die Förderrichtlinien des Landes an den GAK- Rahmenplan des Bundes angepasst wurde. Der Mindestlaubbaumanteil bei Erstauf- forstungen ist von 60 % auf 40 % reduziert worden und bei Mischkulturen wird die volle Erstaufforstungsprämie gezahlt. Das verbessert die wirtschaftliche Attraktivität des Förderprogramms. Private Waldbesitzer können Erstaufforstungen wesentlich günstiger realisieren als das Land.
Wir müssen aber auch die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für den Landeswald verbessern. Wir leisten uns im Moment 2 verschiedene Zertifizierungen unseres Waldes. PEFC und das wesentlich teurere FSC Verfahren. FSC verlangt darüber hinaus noch eine 5 % ige Stilllegung von Flächen. Da wir in Schleswig - Holstein in der Vergangenheit aber noch besser sein wollten als es FSC verlangte, haben wir über die Waldbaurichtlinie auch noch festgelegt, 10 % stillzulegen und auf den An- bau des schnell wachsenden Nadelholzes weitgehend zu verzichten. Damit wird die Verkaufsmenge von Holz schon im Voraus reduziert. Wenn ich dann noch darüber nachdenke, wo die Standorte dieser Stilllegungsflächen sind, stelle ich fest, dass die mögliche Wirtschaftlichkeit unseres Landeswaldes absichtlich behindert wird. Wir haben zu viel Fläche und wir haben zu wertvolles Holz in der Stilllegung. Wir können uns solche ökologischen Spielwiesen einfach nicht mehr leisten.
Generell müssen wir uns auch Gedanken über die Intensität der Gemeinwohl- leistungen machen. Waldpädagogik und Umweltbildung werden weiter Bestandteil im Landeswald Schleswig – Holstein sein, beides muss aber auch bezahlbar sein. Wir werden Trappenkamp weiter stärken, was dort angeboten wird, sucht seines gleichen. Es muss aber auch wieder möglich sein, mit dem Rohstoff Holz Geld zu verdienen. Bei der zukünftigen Betriebsform des Landeswaldes müssen die Aufgaben klar defi- niert sein und es muss die Freiheit für wirtschaftliche Betätigung festgeschrieben wer- den. Schaffen wir für unsere Förster und Waldarbeiter die Voraussetzungen, den Forstbetrieb wirtschaftlich zu betreiben. Und schaffen wir dies bald.

Download PDF

Pressefilter

Zurücksetzen