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24.01.07 , 16:59 Uhr
B 90/Grüne

Detlef Matthiessen zur Hightechstrategie der Bundesregierung

PRESSEDIENST Fraktion im Landtag Schleswig-Holstein Pressesprecherin Es gilt das gesprochene Wort! Claudia Jacob Landeshaus TOP 22 – Hightech-Strategie der Bundesregierung – Düsternbrooker Weg 70 24105 Kiel Perspektiven für Schleswig-Holstein Durchwahl: 0431/988-1503 Zentrale: 0431/988-1500 Dazu sagt der wirtschaftspolitische Sprecher Telefax: 0431/988-1501 der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen, Mobil: 0172/541 83 53 Detlef Matthiessen: E-Mail: presse@gruene.ltsh.de Internet: www.sh.gruene-fraktion.de

Nr. 031.07 / 24.01.07


Schleswig-Holsteins Chancen nutzen
Der Begriff Strategie bedeutet Kriegkunst oder „ein genau geplantes Vorgehen“. Davon kann bei der Hightech-Strategie der Bundesregierung nicht die Rede sein. Entsprechend dünn ist der Bericht der Landesregierung dazu. Es handelt sich eher um eine PR-Maßnahme der Bundesregierung mit einer neuen Gesamtüberschrift.
Es gibt daher auch kein neues gezieltes Förderprogramm, sondern es sind insge- samt zirka 40 bestehende Förderprogramme, die der Umsetzung der Hightech- Strategie dienen sollen. Es stehen laut Bundesregierung bis 2009 insgesamt 15 Mrd. Euro an Fördermitteln für Forschung und Entwicklung zur Verfügung. In der Broschüre der Bundesregierung zu ihrer Hightech-Strategie wird ausgeführt, dass zum ersten Mal über alle Ressorts hinweg eine nationale Strategie entwickelt wird, um Deutschland an die Weltspitze der wichtigsten Zukunftsmärkte zu führen. Welt- spitze - wahrlich ein sehr ambitioniertes Ziel.
Wie kann nun Schleswig-Holstein von der Hightech-Strategie profitieren? Wir halten es für zielführend, wenn die Landesregierung eine hochrangig besetzte Auftaktver- anstaltung dazu durchführt. Dort sollten die Themenbereiche, die Forschungsein- richtungen und die Unternehmen angesprochen werden, die für eine erfolgreiche Fördermittelakquisition in Schleswig-Holstein in Frage kommen. Weiterhin bedarf es der gezielten Informationen für kleine und mittlere Betriebe und sicherlich professi- oneller Hilfe bei der Antragstellung, der sogenannten Antrags-Lyrik.
1/2 Gemeinschaftsprojekte und Kooperationen zwischen Wirtschaft und Wissenschaft sollen so stark wie noch nie gefördert werden. Hier können die 17 Innovations-, Technologie- und Gründerzentren des Landes eine wichtige Scharnierfunktion erfül- len. Ich denke auch an den Wissenschaftspark mit dem Wissenschaftszentrum, das direkt neben der Kieler Universität aufgebaut wird. Dort sollen in enger Zusammen- arbeit mit der Wissenschaft neue innovative Betriebe entstehen und für neue zu- kunftsfähige Arbeits- und Ausbildungsplätze sorgen.
Die geplante Forschungsprämie, bei welcher der Bund den Forschungseinrichtun- gen, die Aufträge aus der Wirtschaft bearbeiten, zusätzlich 25 Prozent des Auf- tragsvolumens zahlt, kann sich zu einem erfolgreichen Anreizsystem für die Koope- ration zwischen Wirtschaft und Wissenschaft entwickeln. Dabei muss sichergestellt werden, dass nicht nur große Unternehmen zugreifen können, sondern auch die für unser Land so wichtigen kleinen und mittelständischen Unternehmen ihre Chancen bekommen.
Für unser Land sind Gesundheitsforschung, die Nanotechnologie und die Energie- technologien am chancenreichsten. Vor allem bei den erneuerbaren Energien ha- ben unsere Betriebe Vorsprünge, die gehalten und ausgebaut werden können. Das gilt für die Verwendung von Biomasse und den nachhaltigen Umgang mit nach- wachsenden Rohstoffen und Energiepflanzen. Ein wichtiger Zukunftsbereich ist die Aufarbeitung von Biogas, so dass Biogas in die Leitungen für fossiles Gas einge- speist werden kann. Die Infrastruktur eines endlichen fossilen Energieträgers kann so direkt durch die unerschöpfliche Biogasvariante genutzt werden und so schritt- weise ein Ersatz erfolgen.
Zu den großen Forschungsthemen gehören weiter die Offshore-Windenergie und die Wasserstofftechnologie. Die Erzeugung von Wasserstoff durch Windenergie kann zu einem Alleinstellungsmerkmal für Schleswig-Holstein werden. Wir sind stark beim Thema „Maritime Technologien.“ Das Leibnizinstitut für Meereswissen- schaften ist zusammen mit der CAU und dem Institut für Weltwirtschaft Mitglied des Exzellenz-Clusters „Ozean der Zukunft“.
Innovation ist das Schlüsselthema für eine erfolgreiche Zukunft unseres Landes. Lassen Sie uns Schleswig-Holsteins Chancen Nutzen!
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