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26.01.07 , 12:46 Uhr
FDP

Heiner Garg zum technischen Fortschritt

FDP Landtagsfraktion Schleswig-Holstein 1



Presseinformation Wolfgang Kubicki, MdL Vorsitzender Nr. 029/2007 Dr. Heiner Garg, MdL Stellvertretender Vorsitzender Kiel, Freitag, 26. Januar 2007 Dr. Ekkehard Klug, MdL Parlamentarischer Geschäftsführer Sperrfrist: Redebeginn Günther Hildebrand, MdL

Es gilt das gesprochene Wort!
Wachstum/Technologietransfer/Innovationsstiftung
Heiner Garg zum technischen Fortschritt In seinem Beitrag zu den TOP 32 & 34 (Technologiertransfer & Innovationsstiftung) sagte der stellvertretende Vorsitzende der FDP- Landtagsfraktion, Dr. Heiner Garg:
„Nachdem Kollege Hentschel schon gestern über die endogene Wachstumstheorie philosophierte, reden wir heute wieder einmal ganz konkret darüber, wie das Land die langfristigen Grundlagen des Wachstums so zu beeinflussen versucht, dass dieses Wachstum auch hier bei uns stattfinden könnte.
Denn die wesentliche Quelle langfristigen Wachstums ist technischer Fortschritt: Neue Waren, Dienstleistungen und Verfahren, die sich am Markt wenigstens für kurze Zeit als gewinnträchtig erweisen. Mindestens die Hälfte des volkswirtschaftlich feststellbaren technischen Fortschritts entsteht, während älterer Waren, Dienstleistungen mit bekannten Verfahren hergestellt, vertrieben oder genutzt werden.
Von der anderen Hälfte entsteht ein großer Teil in Hochschulen. Wie können Ideen der Forscherinnen und Forscher an den Hochschulen systematischer in marktfähige Waren, Dienstleistungen und Verfahren verwandelt werden? Das ist die zentrale Frage des Technologietransfers. Die Studie der Innovationsstiftung zu diesem Thema kommt zu nicht ganz neuen Erkenntnissen—das war aber auch nicht zu erwarten. Die Kernthese fasse ich so zusammen: Der Technologietransfer wird höchstwahrscheinlich umso besser klappen, • je stärker die Anreize für die Forscher sind, sich mit ihren Ergebnissen auf den Markt zu trauen, • je früher und intensiver sie mit möglichen Produzenten und Verkäufern in Kontakt kommen und • je weniger beide Seiten hierbei gestört werden.
Daraus folgert der Autor der Studie, all’ dies stärker zu berücksichtigen: Die Regeln und die Organisationen für den Technologietransfer in Schleswig- Holstein sollten darauf ausgerichtet werden.
Christian Albrecht, Pressesprecher, V.i.S.d.P., FDP Fraktion im Schleswig-Holsteinischen Landtag, Landeshaus, 24171 Kiel, Postfach 7121, Telefon: 0431/9881488 Telefax: 0431/9881497, E-Mail: presse@fdp-sh.de, Internet: http://www.fdp-sh.de/ 2
Zum Beispiel,
• in dem die Universitäten mehr Wert auf angewandte Forschung und Technologietransfer legen sollten, • in dem die Fachhochschulen besser ausgestattet werden sollten, um mehr forschen zu können, • in dem die Wissenschaftler stärker an den Gewinnen aus der Vermarktung beteiligt werden und • in dem die Organisationen des Landes klar auf abgegrenzte Aufgabenfelder spezialisiert werden, um Doppelarbeit zu vermeiden.
Wie gesagt, diese Ergebnisse können nicht wirklich überraschen. Aber eine schlechte Überraschung ist es dann doch, dass der Technologietransferminister in seinem schriftlichen Bericht darüber, wie die Landesregierung diese Erkenntnisse zu verwerten gedenke, auch kaum über diese Allgemeinplätze heraus kommt. Ich meine, das ist zu wenig. Angesichts der großen Bedeutung, die die Landesregierung dem Technologietransfer beimisst—und zwar zu Recht—erwarte ich vom Minister detailliertere Informationen darüber,
• wie er zum Beispiel die technologietransferorientierte Berufungspolitik durchsetzen will—und warum, denn Grundlagenforschung ist schließlich kein schlechterer Wissenschaftszweck, gerade dann nicht, wenn die Forschung mit Steuergeldern bezahlt wird— • wie er spezielle Anreize für Leistungen im Technologietransfer in die Beamtenbesoldung eingebaut will—soll es für anwendungsorientierte Forscherinnen und Forscher etwa wieder Urlaubsgeld geben?—und • wie er sich die konkrete Arbeitsteilung der Organisationen zur Förderung des Technologietransfers vorstellt.
Ich denke, wir sollten dieses wichtige Thema im Wirtschaftsausschuss intensiver als bisher erörtern und hierzu alle beteiligten Institutionen einladen und anhören. Im Rahmen dessen werden wir dann auch den Bericht der Innovationsstiftung besprechen; sie hat als Mittlerin zwischen Wissenschaft und Wirtschaft ja eine ganz zentrale Rolle für den Technologietransfer in Schleswig-Holstein. Deshalb möchte ich zur Innovationsstiftung hier nur eins sagen:
Sehr geehrte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Innovationsstiftung, für Ihre Leistungen bei dieser Vermittlung danke ich Ihnen.
Herr Prof. Block sagte einmal in einem Gespräch, er habe festgestellt, die wirkungsvollste Methode, Wissenschaftler und Unternehmer zusammenzubringen, sein ein kahler Raum mit Bistrostehtischen und ein bisschen Kaffee: Alles andere würde nur ablenken. Ich weiß aber, dass die Innovationsstiftung noch sehr viel mehr leistet. Und auch das ist gut für Schleswig-Holstein. Vielen Dank.“



Christian Albrecht, Pressesprecher, V.i.S.d.P., FDP Fraktion im Schleswig-Holsteinischen Landtag, Landeshaus, 24171 Kiel, Postfach 7121, Telefon: 0431/9881488 Telefax: 0431/9881497, E-Mail: presse@fdp-sh.de, Internet: http://www.fdp-sh.de/

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