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21.03.07 , 17:02 Uhr
B 90/Grüne

Angelika Birk zur Reform der Lehrerbildung

PRESSEDIENST Fraktion im Landtag Schleswig-Holstein Pressesprecherin Es gilt das gesprochene Wort. Claudia Jacob Landeshaus TOP 28 – Neues Schulgesetz erfordert neue Lehrerbil- Düsternbrooker Weg 70 24105 Kiel dung Durchwahl: 0431/988-1503 Zentrale: 0431/988-1500 Dazu sagt die bildungspolitische Sprecherin Telefax: 0431/988-1501 der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen, Mobil: 0172/541 83 53 Angelika Birk: E-Mail: presse@gruene.ltsh.de Internet: www.sh.gruene-fraktion.de

Nr. 140.07 / 21.03.2007 Konzept für Lehrerbildung: „Irgendwie, irgendwo, irgendwann“ reicht nicht Zu Recht erwartet das ganze Land, dass im Rahmen einer grundlegenden Schulreform, die gemeinsames Lernen und mehr individuelle Förderung verspricht, auch die LehrerIn- nen auf diese Ziele gut vorbereitet werden.
Die Grünen forderten deshalb die Landesregierung schon gleich nach der Verabschie- dung des neuen Schulgesetzes auf, bis zum Sommer ein stimmiges Konzept für alle Phasen der Lehrerbildung vorzulegen und für diese Aufgabe ordentlich Geld in die Hand zu nehmen. Dem hat sich auch der SSW angeschlossen.
Einen kleinen Fortschritt haben wir schon erreicht: Die Bildungsministerin erlaubt seit März wieder die schulinternen Fortbildungstage und schichtet ein paar Hunderttausend Euro um. Aber das reicht nun wirklich nicht. Es geht um 25.000 PädagogInnen, und jede Schule braucht ein eigenes ausreichendes Budget, um sich ab sofort auf die Reform vor- zubereiten.
Es geht aber nicht nur um mehr Geld und bessere Organisation. Die Lehrerbildung braucht auch eine völlig neue Orientierung. Das Studium und das Referendariat müssen endlich praxisorientiert und von Anfang an verzahnt auf das gemeinsame Lernen vorbe- reiten. Es ist ein Schildbürgerstreich, wenn die Hochschulen zwar die Ausbildung auf Ba- chelor- und Masterabschlüsse umstellen, aber das Lehrerstudium auf Schularten vorbe- reitet, die wir gerade per Gesetz abgeschafft haben.
Wir wollen, die Lehrerbildung nicht mehr anhand der Schularten hierarchisieren, sondern an den Schulstufen, das heißt am Alter der Kinder orientieren. Die Koalition und die FDP reagieren halbherzig: Sie fordern zwar jetzt auch ein neues Konzept zur Lehrerbildung, geben aber weder Ziele noch einen Zeithorizont vor. „Irgendwie, irgendwo, irgendwann“ reicht nicht.
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