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SSW-Initiative: Landesregierung soll Unternehmenssteuer-Reform im Bundesrat ablehnen
Pressemitteilung Nr. 075/2007 Kiel, den 30.04.2007 Pressesprecher Lars Erik Bethge, Tel. 0431-988 1383SSW-Initiative:Landesregierung soll Unternehmens- steuerreform ablehnenDer SSW fordert die Landesregierung auf, im Bundesrat gegen die ge-plante Unternehmenssteuerreform zu stimmen. „Da am Ende die Bürgerin Schleswig-Holstein die Zeche für die großen Konzerne zahlen, muss dieLandesregierung die Pläne der Bundesregierung ablehnen“, fordert dieVorsitzende des SSW im Landtag, Anke Spoorendonk. Sie hat für diekommende Tagung des Landtages einen entsprechenden Antrag (Drs.16/1361) eingebracht.„Nach Angaben der Landesregierung kostet die Reform dem Land 80Millionen und den Kommunen fast 40 Millionen Euro pro Jahr. Wennman sieht, dass es den großen Unternehmen schon bestens geht und dieKonjunktur noch weiter anzieht, während Bund, Länder und Kommunen 2gleichzeitig nicht das Geld finden, um wichtige Aufgaben wie einebessere Kinderbetreuung zu finanzieren, dann ist diese Unternehmens-steuerreform der falsche Ansatz zum falschen Zeitpunkt.Der SSW fordert eine aufkommensneutrale Unternehmensteuerreform,die nicht zur zusätzlichen Belastung der öffentlichen Haushalte führt.Wenn man die Steuersätze auf internationales Niveau senken will, wasdurchaus vernünftig sein kann, dann muss man gleichzeitig auch die sehrgroßzügigen steuerlichen Abschreibungsmöglichkeiten der Unter-nehmen an die weltweiten Standards anpassen. Ansonsten profitierendie großen Gesellschaften doppelt auf Kosten der Steuerzahler.“Der SSW hat im Landtag einen Antrag eingebracht, in dem dieLandesregierung aufgefordert wird, die Unternehmenssteuerreformabzulehnen, wenn diese zu Steuereinnahme-Verlusten für das Land führt.Den Antragstext finden Sie im Internet unter http://www.sh-landtag.de/infothek/wahl16/drucks/1300/drucksache-16-1361.pdf