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11.05.07 , 12:10 Uhr
B 90/Grüne

Monika Heinold zur Umweltbildung

PRESSEDIENST Fraktion im Landtag Schleswig-Holstein Pressesprecherin Claudia Jacob Es gilt das gesprochene Wort! Landeshaus Düsternbrooker Weg 70 24105 Kiel TOP 41 – Umweltbildung in Schleswig-Holstein Durchwahl: 0431/988-1503 Zentrale: 0431/988-1500 Telefax: 0431/988-1501 Dazu sagt die Parlamentarische Geschäftsführerin Mobil: 0172/541 83 53 der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen, E-Mail: presse@gruene.ltsh.de Internet: www.sh.gruene-fraktion.de Monika Heinold: Nr. 213.07 / 11.05.2007



Umweltbildung ist kein Luxus!
Umweltbildung fordert dazu auf, sich mit den natürlichen Grundlagen unseres Lebens inten- siv auseinanderzusetzen, Zusammenhänge zu erforschen und zu verstehen. Umweltbildung bietet die Chance, insbesondere Kindern zu vermitteln, wie wichtig der sorgsame Umgang mit unserer Natur ist. Hierbei geht es um eigentlich Selbstverständliches: Jede Pflanze, jedes Tier hat eine ganz besondere Funktion in unserem Öko-System. Greift der Mensch ein, so muss er dieses mit Bedacht tun.
Umweltbildung ist aber noch mehr: Es ist die Frage, warum sich unser Klima verändert und welche Gefahren dadurch auf uns zukommen. Es ist die Frage, wie wir natürliche Ressour- cen wie Wind und Sonne nutzen können. Es ist die Frage, wie unsere Wohlstandgesellschaft im Einklang mit der Natur leben kann. Und es ist die Frage, wie wir durch unser eigenes Ver- halten dazu beitragen können, dass globale Umweltkatastrophen zukünftig vermieden wer- den.
Mit dem vorgelegten Bericht zeigt die Landesregierung die vielfältigen Projekte der Umwelt- bildung in Schleswig-Holstein auf. Herzlichen Dank an die MitarbeiterInnen für diese gute Dokumentation! Bei der Förderung der Umweltbildung spielt die Unterstützung durch die Umweltlotterie BINGO eine große Rolle: Eine Lotterie, die wir Grüne 1998 im Koalitionsver- trag mit der SPD durchgesetzt und dann umgesetzt haben. So konnten bisher 2 Mio. Euro in Umwelt und Eine-Welt-Projekte investiert werden und haben Projekte in einer Größenord- nung von 6 Mio. Euro ermöglicht.
1/2 Der Bericht der Landesregierung macht deutlich, dass das Rahmenabkommen zur norddeut- schen Partnerschaft zur Unterstützung der UN-Dekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung“, das 2004 von der rot-grünen Landesregierung mitinitiiert wurde, noch immer eine gute Grundlage für die Weiterentwicklung der Umweltbildung in Schleswig-Holstein ist. Ein Rah- menabkommen, welches nicht nur die staatliche Ebene, sondern zahlreiche andere enga- gierte Akteure mit einbezieht: vom BUND bis zur Umweltakademie, von den Kirchen bis zur Heinrich-Böll-Stiftung.
So gibt es in Schleswig-Holsein viele erfolgreiche Projekte und Einrichtungen unterschiedli- cher Träger, die meisten laufen schon seit mehreren Jahren und wurden unter Rot-Grün ins Leben gerufen: Naturerlebnisräume, Waldkindergärten, Integrierte Schutzstationen wie das Geltinger Birk, das Nationalparkzentrum Multimar Wattforum, der Erlebniswald Trappenkamp oder auch die Akademie für Natur und Umwelt: Auch kleinere Projekte wie „Versuch macht klug“ – Experimente im Naturwissenschaftlichen Bereich fürs Vorschulalter – tragen dazu bei, dass Zusammenhänge verstanden werden und dass Kinder schon früh für unsere Umwelt sensibilisiert werden.
Der Bericht zeigt aber auch schonungslos auf, was sich verändert hat, seitdem es in Schles- wig-Holstein keinen Grünen Umweltminister mehr gibt. Während wir Grünen die Plätze im Freiwilligen Ökologischen Jahr mehr als verdoppelt haben, hat Schwarz-Rot die Zuschüsse um 340.000 Euro gekürzt. Während wir Grünen die institutionelle Förderung für das Bündnis entwicklungspolitischer Initiativen sichergestellt haben, wurde dieser Zuschuss nun komplett gestrichen.
Auch in den Kreisen zeigt sich, dass aktiver Klimaschutz von CDU-Politikern konterkariert wird. Seit 2003 wurden vielfach hauptamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus den A- genda Büros der Kreise wieder abgezogen, mit der Folge, dass vor Ort deutlich weniger Kli- maschutzaktionen statt finden. Eine Entwicklung, die angesichts der real statt findenden Kli- maveränderung verantwortungslos ist.
Umweltbildung muss vor Ort statt finden. So darf auch die Neuorganisation der Forstverwal- tung nicht dazu führen, dass die Bildungsangebote vor Ort wegfallen und nur noch im Erleb- niswald Trappenkamp stattfinden.
Meine Damen und Herren, Umweltbildung war unter Rot-Grün ein wichtiges Thema. Wir ha- ben gute Grundlagen in Schleswig-Holstein gelegt. Hoffen wir, dass die Projekte und Institu- tionen die sicher nur kurze schwarz-rote Regierungszeit möglichst unbeschadet überstehen!

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