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Rolf Fischer: Landesrechnungshof vor Glaubenskirse?
Sozialdemokratischer Informationsbrief Kiel, 24.05.2007, Nr.: 122/2007Rolf Fischer:Landesrechnungshof vor Glaubenskrise?Zur Kritik am Kirchenstaatsvertrag durch den Landesrechnungshof erklärte Rolf Fischer, kir- chenpolitischer Sprecher der SPD-Landtagsfraktion:Es ist die vornehme Pflicht des Landesrechnungshofes Zuschüsse des Landes zu hinterfra- gen. Allerdings muss die Begründung schon schlüssig sein. Es reicht nicht, den Anteil der Kir- chenmitglieder ins Verhältnis zur Zuschusshöhe zu setzen. Diese Rechnung ignoriert, dass kirchliche Einrichtungen auch von Nichtmitgliedern besucht und genutzt werden. Dies gilt übri- gens auch für die obligatorischen Amtshandlungen wie Hochzeiten oder Trauerfeiern, an de- nen nicht nur viele Nichtmitglieder teilnehmen und sondern unter bestimmten Umständen auch einbezogen werden; z.B. als Paten oder Trauzeugen. Hier erfüllen die Kirchen einen weit ge- spannten sozialen und diakonischen Auftrag. Hier benötigt die evangelische Kirche Planungs- sicherheit.Den entsprechenden Vertrag mit der katholischen Kirche begrüße ich aus dem einzuhaltenden Gleichheitsgrundsatz als richtig und konsequent. Würde er seiner rein quantitativen Argumen- tation folgen, müsste der Landesrechnungshof diesen Vertrag konsequenterweise gänzlich ab- lehnen.Was allerdings zu einer kleinen Glaubenskrise führen könnte; glaubte man doch bisher an die vorhandene Realitätsnähe des Landesrechnungshofes.Für die SPD-Landtagsfraktion kündige ich hiermit auch eine Große Anfrage zur „Situation der Kirchen und Religionsgemeinschaften in Schleswig-Holstein“ an, die wir alsbald vorstellen wer- den. Schleswig- HolsteinHerausgeber: SPD-Landtagsfraktion Verantwortlich: Petra Bräutigam Landeshaus Postfach 7121, 24171 Kiel Tel: 0431/ 988-1305/1307 Fax: 0431/ 988-1308 E-Mail: pressestelle@spd.ltsh.de Internet: www.spd.ltsh.de SPD