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Ekkehard Klug: "Landesregierung betreibt Bildungsverweigerungspolitik" - Rechnungshofbericht wirft Schlaglicht auf Unterrichtsausfall
FDP Landtagsfraktion Schleswig-HolsteinPresseinformation Wolfgang Kubicki, MdL VorsitzenderNr. 163/2007 Dr. Heiner Garg, MdL Stellvertretender VorsitzenderKiel, Freitag, 25. Mai 2007 Dr. Ekkehard Klug, MdL Parlamentarischer Geschäftsführer Günther Hildebrand, MdLSchule / UnterrichtsausfallEkkehard Klug: „Landesregierung betreibt Bildungsverweigerungspolitik“ - Rechnungshofbericht wirft Schlaglicht auf Unterrichtsausfall -Angesichts des vom Landesrechnungshof festgestellten hohen Unterrichtsausfalls in einer Reihe von Mangelfächern wirft der bildungs- politische Sprecher der FDP-Landtagsfraktion, Dr. Ekkehard Klug, der schwarz-roten Landesregierung eine „Bildungsverweigerungspolitik“ vor. Die Schüler müssten ein Anrecht auf den vorgesehenen Unterricht erhalten, meinte der Bildungsexperte der Liberalen. Klug forderte Bildungsministerin Erdsiek-Rave auf, ein Handlungskonzept vorzulegen, wie die Unterrichtsversorgung in Mangelfächern zügig verbessert werden könne. Dazu zählten insbesondere Einstellungskorridore, Anwerbungsmaßnahmen und Weiterqualifizierungsangebote zur Einstellung der fehlenden Fachlehrer.Nach Feststellungen des Landesrechnungshofes fehlten an den Grund- und Hauptschulen des Landes z.B. über 370 Musiklehrkräfte. An den Realschulen liege das Fehl bei 120. An Grund- und Hauptschulen fehlten darüber hinaus auch 320 Fachlehrer für Sport, Technik und Textillehre.Aufgrund fehlender Fachlehrer und angesichts der zulässigen 10-prozentigen Kürzung der Stundentafel steigere sich der Unterrichtsausfall in den Mangelfächern zum Teil bis zum kompletten Wegfall des Fachunterrichts für mehrere Schuljahre. An Hauptschulen finde nach Darstellung des Rechnungshofs in den Klassenstufen 7 bis 9 „fast kein Musikunterricht“ statt, und auch an Realschulen werde das Fach Musik in Klasse 7 und 9 nur in etwa einem Drittel der Schulklassen erteilt - und in Klasse 8 fast gar nicht.Erhebliche Defizite zeigt auch das Unterrichtsangebot im Fach Sport. In Grundschulen erhielten beispielsweise nur 22% der 3. Klassen und 35% der 4. Klassen Schwimmunterricht.„Fächer wie Musik und Sport sind unverzichtbare Elemente schulischer Bildung. Ihr Beitrag zur emotionalen und sozialen Entwicklung der Schüler ist unstrittig, ebenso wie ihre Bedeutung des Sportunterrichts für die Gesundheit der Kinder und Jugendlichen und des Musikunterrichts für die Förderung ihrer Intelligenz“, erklärte Klug abschließend.Christian Albrecht, Pressesprecher, V.i.S.d.P., FDP Fraktion im Schleswig-Holsteinischen Landtag, 1 Landeshaus, 24171 Kiel, Postfach 7121, Telefon: 0431/9881488 Telefax: 0431/9881497, E-Mail: presse@fdp-sh.de, Internet: http://www.fdp-sh.de/