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Heiner Garg: Will die Landesregierung den CO2-Ausstoß wirklich vervierfachen?
FDP Landtagsfraktion Schleswig-HolsteinPresseinformation Wolfgang Kubicki, MdL Vorsitzender Nr. 196/2007 Dr. Heiner Garg, MdL Stellvertretender VorsitzenderKiel, Montag, 25. Juni 2007 Dr. Ekkehard Klug, MdL Parlamentarischer Geschäftsführer Günther Hildebrand, MdL Klimaschutz/EnergiepolitikHeiner Garg: Will die Landesregierung den CO2- Ausstoß wirklich vervierfachen? Zum heute vorgestellten Grünbuch der Landesregierung zum Energie- standort Schleswig-Holstein erklärte der stellvertretende Vorsitzende der FDP-Landtagsfraktion, Dr. Heiner Garg:„Die Landesregierung hat heute ihr Grünbuch zum Energiestandort Schleswig-Holstein vorgestellt—Grünbücher sollen Diskussionen darüber anregen, wie ein Gesellschaftsbereich sich weiter entwickeln könnte und wie dies beeinflusst werden kann.Die Landesregierung beschreibt zum Beispiel die Entwicklung der Stromversorgung und des Stromverbrauchs von 2005 bis 2020 so: Der Stromverbrauch soll um 18% wachsen, die Stromerzeugung aber um 25%— gleichzeitig soll die Kernenergie verschwinden, sich die Stromerzeugung aus klimaschädlichen Kohlekraftwerken fast vervierfachen, genauso wie die Menge klimafreundlich produzierten Windstroms. Insgesamt würde sich dann der CO2-Ausstoß fast vervierfachen“, sagte Garg.„Daraus folgt für mich die Frage: Wie kann unsere Strom- bzw. Energieversorgung bis 2020 gesichert werden, ohne Kernkraftwerke und ohne die CO2-Emissionen nennenswert zu steigern?Anstatt die Verlängerung der Laufzeiten von Kernkraftwerken mit der Drohung von CO2-Horrorszenarien erzwingen zu wollen, sollte die Landesregierung jetzt zukunftsträchtige Lösungen bevorzugen und sich dafür einsetzen, • den Einsatz erneuerbarer Energieträger zu verstärken, • geplante Kohle- durch emissionsärmere Gaskraftwerke zu ersetzen und • die Kraft-Wärme-Koppelung besser zu nutzen.Außerdem muss in der weiteren Diskussion die Rolle des technischen Fortschritts viel stärker beleuchtet werden, mit dessen Hilfe unser Energiebedarf gesenkt und unsere Energieversorgung noch schneller dekarbonisiert und dezentralisiert werden kann—Stichwort: Brennstoffzellen. Denn unser Ziel für 2020 und danach ist eine sichere Energieversorgung ohne Kernkraft bei nahezu konstanten CO2-Emissionen“, sagte Garg abschließend.Christian Albrecht, Pressesprecher, V.i.S.d.P., FDP Fraktion im Schleswig-Holsteinischen Landtag, Landeshaus, 24171 Kiel, Postfach 7121, Telefon: 0431/9881488 Telefax: 0431/9881497, E-Mail: presse@fdp-sh.de, Internet: http://www.fdp-sh.de/