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25.06.07 , 16:36 Uhr
B 90/Grüne

Detlef Matthiessen zum Energie-Grünbuch

PRESSEDIENST Fraktion im Landtag Schleswig-Holstein Pressesprecherin Claudia Jacob Landeshaus Düsternbrooker Weg 70 24105 Kiel
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Nr. 279.07 / 25.06.2007

Grünbuch muss in Schwarzbuch umgetauft werden
Zum heute vom Wirtschaftsminister veröffentlichten Energie-Grünbuch erklärt der ener- giepolitische Sprecher der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen, Detlef Matthiessen:
Mit Grün hat das „Grünbuch“ jedenfalls nichts zu tun. Das Grünbuch „Schleswig-Holstein Energie 2020“ muss zum Schwarzbuch umgetauft werden, weil der Minister und sein Staatssekretär nur fossilatomar und in Großkraftwerkstrukturen denken können.
Austermann denkt rückwärtsgewandt und hält seinen eigenen Maßstäben nicht stand. Zwar ist die Rede von einem „energiepolitischen Dreisprung bestehend aus Einsparung, Energieeffizienz und „Restbedarfsdiversifizierung“ - gemeint ist Kohleverfeuerung. In dem Grünbuch ist jedoch vom Sparen keine Rede. Stattdessen steigt der schleswig- holsteinische Stromverbrauch um 20 Prozent.
Auch die Effizienz der Stromerzeugung soll anscheinend nicht gesteigert werden. Schlüsseltechnologie hierzu ist die Kraft-Wärme-Kopplung (KWK), für deren Ausbau die ländliche Struktur Schleswig-Holsteins nach Austermann keine wirtschaftliche Grundlage bietet. Er steht mit dieser Einschätzung gegen eine große Zahl von Studien und Beurtei- lungen aus der Fachwelt. Insbesondere die sogenannte kleine KWK, also erdgasgestütz- te Kraft-Wärmekopplung wird in ihren Potenzialen völlig unterschätzt.
Austermann hat keine Vision für eine zukunftsfähige Energieversorgung. Einzig die Sehnsucht nach Verlängerung der Laufzeiten von Atomkraftwerken zieht sich als schwarzer Faden durch das Papier.

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