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29.06.07 , 16:22 Uhr
B 90/Grüne

Detlef Matthiessen zu den Störfällen in Krümmel und Brunsbüttel

Fraktion im Landtag PRESSEDIENST Schleswig-Holstein Pressesprecherin Claudia Jacob Landeshaus Düsternbrooker Weg 70 24105 Kiel
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sollen endlich Ruhe geben Nr. 293.07 / 29.06.2007


Zur Pressekonferenz der Sozialministerin Gitta Trauernicht zu den AKW-Vorfällen erklärt der energiepolitische Sprecher der Landtagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen, Detlef Matthiessen:
Die außerordentliche Kettenreaktion der gestrigen Ereignisse werfen erneut Zweifel an den ständigen Sicherheitsgarantien der Betreiber auf. Wenn sich herausstellt, dass die gestern eingetretenen Ereignisse auch zukünftig nicht ausgeschlossen werden können, dann müssen die Reaktoren endgültig stillgelegt werden.
Wir hoffen, dass nun die politischen Kräfte, die hartnäckig die Verlängerung der Rest- laufzeiten der AKWs betreiben, endlich Ruhe geben.
Das außergewöhnliche Doppelereignis bei den Atomkraftwerken Krümmel und Brunsbüt- tel muss eine gründliche Analyse der Ursachen, der Ereignisabfolgen und möglicher Zu- sammenhänge nach sich ziehen.
Der Kurzschluss innerhalb des Trafos beim AKW Krümmel hat zu einer Druckwelle ge- führt, die den Trafo mit 80 Kubikmeter brennbaren Öls hat zu Platzen bringen lassen. Die vorhandene Löschanlage war nicht in der Lage, den Großbrand zu löschen. Das ist eine erhebliche Sicherheitslücke.
Reparaturen an der Schaltzentrale haben zum Kurzschluss in Brunsbüttel geführt, der Reaktor musste schnell abgeschaltet werden, da seine Leistung nicht mehr abgenom- men werden konnte. Beim Einfahren der Steuerstäbe zwischen die Brennstäbe des Re- aktors hat sich ein Stab zu langsam bewegt. Danach ist an der heißen Turbine ein Schwelbrand durch Ölaustritt in der Isolierung entstanden. Zusätzlich haben die Schwin- gungen in der Dampfumleitungsstation zu unerwarteten Risserweiterungen in den zuge- hörigen Abdeckungen geführt.
1/2 Besonders beunruhigend ist die Vermutung, dass der Brand im AKW Krümmel durch die Notabschaltung des AKWs Brunsbüttel verursacht wurde. Dies konnte vom Ministerium auch nicht dementiert werden.
Hier muss die mögliche Kettenreaktion der Ereignisse untersucht werden. Offensichtlich zeigt sich erst im Schadensfall, dass einzelne Komponenten in den Anlagen unzurei- chend ausgelegt sind und deshalb weitere Störungen nach sich ziehen. Es kann kein schnelles Wiederanfahren der AKWs geben, die gründliche Ereignisaufarbeitung und die Herstellung der Sicherheit der Anlagen hat Vorrang.



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