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04.07.07 , 18:27 Uhr
B 90/Grüne

Detlef Matthiessen zum AKW Krümmel

PRESSEDIENST Fraktion im Landtag Schleswig-Holstein Pressesprecherin Claudia Jacob Landeshaus Düsternbrooker Weg 70 24105 Kiel
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Nr. 297.07 / 04.07.2007

Verhalten des Ministeriums skandalös
Zu den neuesten Meldungen zum Brand im Atomkraftwerk Krümmel erklärt der energie- politische Sprecher der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen, Detlef Matthiessen:
Meldungen, nach denen der Reaktor selbst von dem Brand im Transformatorengebäude nicht betroffen gewesen sei, waren offenbar falsch. Warum versuchte das zuständige Ministerium von Anfang an den Eindruck zu vermitteln, dass es keine Störungen im A- tomkraftwerk selber gegeben hätte?
Deutlich herausgestellt wurde stattdessen, dass die Schnellabschaltung in beiden Reak- toren Brunsbüttel und Krümmel gut funktioniert hätte. Obwohl in der Öffentlichkeit der Vorwurf im Raum stand, dass der Brand zum Beispiel über Kabelschächte in das AKW hineingewirkt haben könnte, hat das Ministerium Beruhigungspillen verteilt.
Die heute bekannt gewordenen gravierenden Fehler - Ausfall von Pumpen, Druckabfall, Füllstandsabsenkung des Reaktors - wirken im sensibelsten Bereich des AKWs, nämlich als Schutzvorrichtung vor einer Kernschmelze.
Offenbar ist das Ministerium auf die Linie der Betreiber eingeschwenkt, Gefahren herun- ter zu reden und bei Betrachtung möglicher Gefahren grundsätzlich die optimistischste Variante zu wählen.
Es ist auch nicht mehr von gravierenden Fehlern oder wenigstens von Ausfällen die Re- de, sondern nur noch von „Auffälligkeiten“. Die Ministerin macht sich damit zur Schön- rednerin.
Sollten sich die Vorwürfe bewahrheiten, dass das Ministerium in Kenntnis der Fehler im Reaktor die Öffentlichkeit darüber nicht informiert hat, dann wäre dies ein Skandal. Das Vertrauen in die Landesregierung ist durch das bisherige Verhalten schon jetzt schwer beschädigt.
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