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Schoolsiegel Plattdüütsche School - Landtagspräsident Martin Kayenburg und Bildungsministerin Ute Erdsiek-Rave überreichen Niederdeutsch-Siegel an fünf schleswig-holsteinische Schulen
81/2007 Kiel, 11. Juli 2007 Schoolsiegel "Plattdüütsche School" – Landtagspräsident Martin Kayenburg und Bildungsministerin Ute Erdsiek-Rave überreichen "Niederdeutsch-Siegel" an fünf schleswig- holsteinische Schulen Kiel (SHL) – Landtagspräsident Martin Kayenburg und Bildungsministerin Ute Erdsiek-Rave haben heute im Kieler Landeshaus fünf Schulen aus Schleswig-Holstein für ihre Verdienste um Förderung und Pflege der nie- derdeutschen Sprache und Kultur mit dem „Niederdeutsch-Siegel“ ausge- zeichnet. „Wir wollen, dass das Plattdeutsche als zukunftsfähige Sprache eine Chance hat“, betonte Landtagspräsident Kayenburg vor den rund 150 anwesenden Gästen, Schülerinnen und Schülern, Lehrkräften, Kommunal- und Landespolitikern. „Das Niederdeutsche gehört zu unserem Leben.“ Es habe über Generationen hinweg unser Land und seine Menschen geprägt. Der Erhalt und die Fortführung des Nie- derdeutschen und dessen Kultur sei daher eine Herausforderung, die man gemein- sam annehmen werde. Keinesfalls dürfe das Niederdeutsche heute als folkloristi- sche Beigabe verstanden – sondern müsse als lebendige Sprache bewahrt werden, so der Landtagspräsident. Kayenburg würdigte den enormen Einsatz für das Niederdeutsche, der an schles- wig-holsteinischen Schulen erbracht werde: „Was Sie als Lehrkräfte, Schülerinnen und Schüler an vorbildlichem Engagement zeigen, ist auf dem besten Wege ‚Schu- le’ zu machen.“ Ausdrücklich bedankte sich der Landtagspräsident bei allen Eltern und ehrenamtlichen Helfern für ihren Einsatz um die niederdeutsche Kultur. Auch Bildungsministerin Ute Erdsiek-Rave unterstrich die Bedeutung der Schulen für die Zukunft des Niederdeutschen und dankte allen Beteiligten für ihr Engage- ment. „Das Niederdeutsch-Siegel soll ein Anreiz sein, diese wichtige und schöne Sprache ideenreich in den Unterricht zu tragen. Denn Niederdeutsch gehört zu Schleswig-Holstein wie Strand und Meer“, sagte die Ministerin. Als Beispiel für die vielen Schulangebote nannte sie Geschichtsunterricht auf Niederdeutsch oder spe- zielle Lese- und Schreibwettbewerbe. „So werden Kinder und Jugendliche für Nie-Schleswig-Holsteinischer Landtag, Postfach 7121, 24171 Kiel • V.i.S.d.P.: Dr. Joachim Köhler, Joachim.Koehler@landtag.ltsh.de, Tel. 0431/988-1120, Fax -1119; Annette Wiese-Krukowska, awk@landtag.ltsh.de, Tel. -1116; • www.sh-landtag.de → Presseticker 2derdeutsch begeistert und die Sprache bleibt auch für kommende Generationen lebendig“, so Ute Erdsiek-Rave.Mit dem Niederdeutsch Siegel ausgezeichnet wurden die Grundschule Delve, Dithmarschen Grundschule Mollhagen, Steinburg Schule Moisling, Lübeck Wilhelm-Käber-Schule, Hohenlockstedt Grundschule Mühlenredder, ReinbekDas „Niederdeutsch-Siegel“ wurde nach 2006 zum dritten Mal als Auszeich- nung für herausragende Leistungen und Bemühungen um die niederdeutsche Sprache und Kultur im und außerhalb des Unterrichts an Schulen im Lande vergeben. 17 Schulen aus ganz Schleswig-Holstein hatten sich an dem von Landtagspräsident und Bildungsministerin gemeinsam ausgelobten Wettbe- werb beteiligt. Eine unabhängige Jury aus Wissenschaftlern, Politikern, Päda- gogen und Vertretern des Bildungsministeriums hatte die Schulen ausgewählt.