Diese Webseite verwendet ausschließlich für die Funktionen der Website zwingend erforderliche Cookies.
Ekkehard Klug: "Landesweites Netzwerk für schulische Sprachintensivförderung fehlt"
FDP Landtagsfraktion Schleswig-HolsteinPresseinformation Wolfgang Kubicki, MdL Nr. 272/2007 Vorsitzender Dr. Heiner Garg, MdL Stellvertretender Vorsitzender Kiel, Freitag, 14. September 2007 Dr. Ekkehard Klug, MdL Parlamentarischer Geschäftsführer Sperrfrist: Redebeginn Günther Hildebrand, MdLEs gilt das gesprochene Wort!Bildungspolitik/Sprachförderung in Schleswig-HolsteinEkkehard Klug: „Landesweites Netzwerk für schulische Sprachintensivförderung fehlt“ In der Landtagsdebatte zu TOP 48 (Bericht zur Sprachförderung in Schleswig-Holstein“) erklärte der bildungspolitische Sprecher der FDP- Landtagsfraktion, Dr. Ekkehard Klug u. a.:„Der in dieser Wahlperiode eingeleitete Ausbau der vorschulischen Sprachförderung wird von uns Liberalen ausdrücklich begrüßt. Die Landesregierung plant, hier bis zum Jahre 2010 insgesamt 27 Millionen Euro zu investieren.Um so wichtiger ist es, dass die eingeleiteten Maßnahmen auch einer Erfolgskontrolle unterzogen werden. Eine wissenschaftliche Begleitung der neuen Programme fehlt jedoch. Hier sollte nach unserer Auffassung noch nachgebessert werden.Die neu eingeführten Maßnahmen unterteilen sich in „allgemeine Sprachförderung“ und spezielle Angebote, die sich an Kinder mit Sprachstörungen richten. Der vorliegende Bericht legt für den ersten Bereich - SPRINT – sehr umfangreiches Datenmaterial vor; für den sprachheilpädagogischen Sektor ist die Information hingegen sehr allgemein gehalten und spärlich. Es wäre zum Beispiel wichtig, zu erfahren, wie sich die Maßnahmen und die Verwendung der bereitgestellten Mittel auf die Bereiche Fortbildung, Kleingruppenarbeit durch Erzieherinnen und Erzieher sowie gezielte Förderung durch ausgebildete Sprachheillehrkräfte aufteilen.Bei „SPRINT“, also der allgemeinen sprachlichen Frühförderung, stammen zwei Drittel der geförderten Kinder aus Familien mit Migrationshintergrund. Immerhin ein Drittel kommen aus deutschen Familien.Regional ist die Situation zum Teil sehr unterschiedlich. Die Stadt Flensburg erreicht mit mehr als 18% einen doppelt so hohen Anteil der jeweiligen Altersgruppe wie zum Beispiel die Stadt Lübeck; der Landesdurchschnitt liegt bei 9,8%. Warum es regional - selbst zwischen Christian Albrecht, Pressesprecher, V.i.S.d.P., FDP Fraktion im Schleswig-Holsteinischen Landtag, 1 Landeshaus, 24171 Kiel, Postfach 7121, Telefon: 0431/9881488 Telefax: 0431/9881497, E-Mail: presse@fdp-sh.de, Internet: http://www.fdp-sh.de/ den kreisfreien Städten – so große Unterschiede gibt, wird aus dem Bericht nicht ersichtlich.Der zweite Themenkomplex, den der Bericht der Landesregierung anspricht, betritt die schulische Sprachförderung.Hier sieht die FDP nach wie vor die Notwendigkeit, neben den integrativen Förderangeboten auch ein regionales Netzwerk stationärer Sprachintensivförderung zu schaffen. Ein entsprechender Antrag der FDP-Fraktion wurde von den Regierungsparteien jedoch abgelehnt.Wir halten es für unabdingbar, dass nach dem Muster des Dithmarscher Modells „LautStark“ regionale Förderangebote eingerichtet werden, und zwar insgesamt deshalb, weil die Landesregierung nun die landesweite Schließung von Sprachheilgrundschulen und Sprachheilklassen weiter vorantreibt.Das Beispiel der Dithmarscher Konzeption beruht ja gerade auf der Einsicht, dass man nicht allen Kindern mit Sprachstörungen durch integrative Beschulung - mit zwei Extra-Förderstunden pro Woche - hinreichend helfen kann. Es bleibt ein unabweisbarer Bedarf für intensive Förderung über die ganze Schulwoche hinweg, wie es in dem in Meldorf eingerichteten Angebot erfolgt - und zwar komplett abgedeckt durch qualifizierte Sprachheilpädagogen, ergänzt durch ein Hort- Angebot mit ergänzender Förderung und flexibel ausgerichtet auf einen Förderzeitraum, der ein, zwei oder bei Bedarf auch drei Schuljahre umfasst.Hier lassen die Aktivitäten der Landesregierung im Lande erhebliche Lücken erkennen, weil solche Angebote bislang nur punktuell vorhanden sind. Ein landesweites Netzwerk für schulische Sprachintensivförderung gibt es bislang nicht.“Christian Albrecht, Pressesprecher, V.i.S.d.P., FDP Fraktion im Schleswig-Holsteinischen Landtag, 2 Landeshaus, 24171 Kiel, Postfach 7121, Telefon: 0431/9881488 Telefax: 0431/9881497, E-Mail: presse@fdp-sh.de, Internet: http://www.fdp-sh.de/