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Ekkehard Klug: "Schleswig-Holsteins Landesmuseen - Kulturpolitische Kronjuwelen mit großer Strahlkraft und nur wenigen ,blinden Flecken' "
FDP Landtagsfraktion Schleswig-HolsteinPresseinformation Wolfgang Kubicki, MdL Nr. 292/2007 Vorsitzender Dr. Heiner Garg, MdL Stellvertretender Vorsitzender Kiel, Mittwoch, 10. Oktober 2007 Dr. Ekkehard Klug, MdL Parlamentarischer Geschäftsführer Sperrfrist: Redebeginn Günther Hildebrand, MdLEs gilt das gesprochene Wort!Kulturpolitik/Stiftungsbericht Schleswig-Holsteinische Landesmuseen www.fdp-sh.de Ekkehard Klug: „Schleswig-Holsteins Landesmuseen – Kulturpolitische Kronjuwelen mit großer Strahlkraft und nur wenigen ‚blinden Flecken’ “ In der Landtagsdebatte zu TOP 33 (Jahresbericht 2006 der Stiftung Schleswig-Holsteinische Landesmuseen Schloss Gottorf) erklärte der kulturpolitische Sprecher der FDP-Landtagsfraktion, Dr. Ekkehard Klug:„Die Stiftung Schleswig-Holsteinische Landesmuseen kann für das zurückliegende Jahr auf bemerkenswerte Erfolge verweisen. Dass diese Bilanz unter schwierigen finanziellen Rahmenbedingungen erreicht worden ist, lässt die Leistungen um so beachtlicher erscheinen.Besonders erfolgreich war die Stiftung an ihrem Hauptsitz Schleswig mit dem Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte, dem Archäologischen Landesmuseum, den neuen Angeboten Barockgarten und Globushaus. Aufwärts ging es auch mit dem Wikingermuseum Haithabu, wo im historischen Halbkreiswall 2006 die ersten drei Wikingerhäuser eröffnet werden konnten. Nach einer sehr langen Durststrecke hat auch Volkskundemuseum auf dem Hesterberg die Trendwende geschafft. Der personelle „Neustart“ hat dort zu einer fast 50%-igen Steigerung der Besucherzahlen geführt. Bei einem insgesamt knapp unter 10% liegenden Besucherzuwachs im Bereich der Landesmuseen bleibt allein der schwindende Publikums- zuspruch für das Jüdische Museum in Rendsburg (minus 37%) ein großer Wermutstropfen.Im Bericht heißt es dazu: „Offenkundig gelingt es noch nicht, bei den Besuchern die Hemmschwelle zum Besuch der einzigen erhaltenen schleswig- holsteinischen Synagoge zu überwinden und zu vermitteln, dass das Judentum einen Teil unserer Alltagskultur darstellt, zu der wir unverkrampft wieder Zugang finden können“. Wie ließe sich dem hier so offen angesprochenen Mangel abhelfen? Darüber sollte die Stiftung, vielleicht auch in Zusammenarbeit mit Christian Albrecht, Pressesprecher, V.i.S.d.P., FDP Fraktion im Schleswig-Holsteinischen Landtag, 1 Landeshaus, 24171 Kiel, Postfach 7121, Telefon: 0431/9881488 Telefax: 0431/9881497, E-Mail: presse@fdp-sh.de, Internet: http://www.fdp-sh.de/ anderen sachkundigen Akteuren und mit Unterstützung der Landesregierung, zu Rate gehen.Die überraschend positive Entwicklung des Volkskunde-Museums zeigt ja, dass (vormals) negative Entwicklungen kein Dauerzustand sein müssen. Übrigens sei hier noch angemerkt, dass die beachtenswerte Sammlung zur norddeutschen Polizeigeschichte durch Eingliederung der Asservatensammlung der Eutiner Landespolizeischule erweitert werden konnte; für das Schleswiger Volkskunde-Museum ist dies sicher eine Attraktion mehr.Im April 2007 veröffentlichte Professor Peter Wulf in den „Mitteilungen“ der Gesellschaft für Schleswig-Holsteinische Geschichte einen kritischen Diskussionsbeitrag mit dem Titel „Dornröschen in Büdelsdorf“. Dabei ging es nicht um den Kollegen Neugebauer in seiner Rolle als Prinz Eisenherz der schleswig-holsteinischen Sozialdemokratie, sondern um das Eisenkunstgussmuseum in der Stadt Büdelsdorf.Kein fester Haushaltstitel im Stiftungsetat, daher Bittgesuche für jede nötige Ausgabe; kein längerfristiges Konzept zur Pflege des Bestehenden oder gar zur Weiterentwicklung dieses Museums, mangelnde Aufmerksamkeit und Initiative der Stiftung für das Eisenkunstgussmuseum - Peter Wulfs Kritik fiel sehr drastisch aus. Sie hat, wie es scheint, aber rasch Wirkung gezeigt: der im Juni, also zwei Monate später vom Ministerpräsidenten unterschriebene Stiftungsbericht verspricht für diese Dependance der Schleswiger Landesmuseen eine neue Konzeption und ein weiteren Ausbau. Dazu soll vor allem das testamentarische Vermächtnis von Josef Severin Ahlmann als finanzielle Basis genutzt werden. Hierzu noch ein Zitat aus dem Stiftungsbericht: „Von hier aus lässt sich ein Stück authentische Industriegeschichte Schleswig-Holsteins mit modernen Mitteln beleuchten und ein zusätzliches Besucherinteresse generieren“. Exakt dies hatte Peter Wulf zuvor angemahnt. Aber auch die rasche Aufnahme solcher Anstöße aus der Bürgerschaft verdient Anerkennung.Über viele Einzelpunkte des Stiftungsbericht wird noch im Kultur- und Bildungsausschuss zu sprechen sein. Ich erwähne hier nur im Bericht angesprochenen offenen Fragen zu wichtigen Investitions- und Entwicklungsvorhaben. Dass die personelle Situation der Stiftung extrem angespannt ist, setzt ihrer weiteren erfolgreichen Entwicklung zunehmend Grenzen. Steigende Bewirtschaftungskosten sind ein weiteres Thema: in die Höhe schießende Energiepreise oder auch ganz einfach nur die inhaltliche Bereicherung der Museumsangebote kosten ihren Preis, den das Land sich leisten sollte. Der Glanz der kulturellen/kulturpolitische Kronjuwelen, zu denen die Landesmuseen ganz sicher gehören, ist dies wert. Ihre Ausstrahlung geht weit über die Landesgrenzen hinaus und leistet mehr Werbung für Schleswig- Holstein, als es sich die weniger an Kultur und Kulturpolitik interessierten Damen und Herren vorstellen können (oder wollen).“Christian Albrecht, Pressesprecher, V.i.S.d.P., FDP Fraktion im Schleswig-Holsteinischen Landtag, 2 Landeshaus, 24171 Kiel, Postfach 7121, Telefon: 0431/9881488 Telefax: 0431/9881497, E-Mail: presse@fdp-sh.de, Internet: http://www.fdp-sh.de/