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Bernd Schröder: Riesen-LKW sind keine Alternative zu Schiff und Schiene
Presseinformation der SPD-Landtagsfraktion Kiel, 10.10.2007, Nr.: 213/2007Bernd Schröder:Riesen-LKW sind keine Alternative zu Schiff und SchieneZur heutigen Entscheidung der Verkehrsminister von Bund und Ländern, „Gigaliner“ nicht zuzulassen, erklärt der verkehrspolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, Bernd Schröder:Wir unterstützen die Entscheidung der Verkehrsminister. Denn Gigaliner – Riesenlas- ter von 25,5 m Länge und einem Gewicht von 60 Tonnen – auf unseren Straßen sind keine Lösung der Verkehrsprobleme im Zusammenhang mit Transport und Logistik. Das Transportgewerbe, das auf eine allgemeine Zulassung dieser Lkw zielt, rechnet vor, dass - bei voller Auslastung - die Umweltbelastung und der Kraftstoffverbrauch (pro Tonne gemessen) sinken würde, wodurch ein Wettbewerbsvorteil durch niedrige- re Transportkosten entstünde.Wir befürchten dagegen, dass dies zu einer massiven Verlagerung von Güterverkehr auf die Straße führen würde. Dadurch würde insgesamt durch erhöhte Abgasmengen die Umwelt mehr belastet, nicht weniger. Ganz zu schweigen von den größeren Si- cherheitsrisiken und der zusätzlichen Belastung im Straßenverkehr sowie den notwen- digen baulichen Maßnahmen, um Kreisverkehre, Brücken und Parkplätze an Gigaliner anzupassen. Der aufgestellten Ökorechnung ist entgegen zu halten, dass sich schon bei einer Auslastung von unter 80 % eine negative Bilanz ergibt!Es steht außer Zweifel, dass der Lkw für das Abholen und Verteilen von Gütern am besten geeignet ist. Doch für den Transport großer Mengen über lange Distanzen sind zukunftsweisende, umweltfreundliche und sichere Alternativen nur Schiff und Schiene.Herausgeber: Landeshaus SPD-Landtagsfraktion Postfach 7121, 24171 Kiel Verantwortlich: Tel: 0431/ 988-1305/1307 E-Mail: pressestelle@spd.ltsh.de Petra Bräutigam Fax: 0431/ 988-1308 Internet: www.spd.ltsh.de -2-Gigaliner sind im Endeffekt alles andere als „Ökoliner“, wie sie fälschlicherweise und verniedlichend auch genannt werden. Sie sind keine Zukunftsvision, sondern ein Rückschritt und führen in die verkehrspolitische Sackgasse.