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Angelika Birk zum Universitätsklinikum Schleswig-Holstein
Fraktion im Landtag PRESSEDIENST Schleswig-Holstein Pressesprecherin Claudia Jacob Landeshaus Düsternbrooker Weg 70 24105 Kiel Durchwahl: 0431/988-1503 Zentrale: 0431/988-1500 Telefax: 0431/988-1501 Mobil: 0172/541 83 53 E-Mail: presse@gruene.ltsh.de Internet: www.sh.gruene-fraktion.de Nr. 435.07 / 17.10.2007Uniklinikum - ein Mercedes ohne Räder!Zur Diskussion um das Universitätsklinikum Schleswig-Holstein erklärt die gesundheits- politische Sprecherin der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen, Angelika Birk:Die Landesregierung hat sich in den beiden vergangenen Jahren nicht hinter das UKSH und die Arbeit des Vorstands gestellt, wenn es darum ging, althergebrachte Privilegien der leitenden ärztlichen Professoren zugunsten einer effizienteren und patientenfreundli- cheren Arbeitsstruktur abzubauen - zu der selbstverständlich auch Transparenz und ein umfassendes Controlling gehören.Eine inhaltliche Arbeitsteilung der Forschungsbereiche zwischen Kiel und Lübeck, wie dies immer wieder von Fachleuten – zuletzt von der Erichsenkommission zur Kostenbe- grenzung empfohlen wurde, fehlt nach wie vor.Statt sich um diese Fragen zu kümmern, setzte Minister Austermann auf den Verkauf der Klinik.Innovation in Organisation, Aus- und Fortbildung der Pflege, Labore und Krankanhausor- ganisation hat hingegen Barbara Schulte, Mitglied für Pflege und Patientenservice im U- niklinikum Schleswig Holstein geleistet. Nun aber wird – nachdem sie vom Uniklinikum Göttingen erfolgreich abgeworben wurde, gerade diese Position im Interimsvorstand – entgegen der jüngsten Zusicherung des Staatssekretärs de Jager im Sozialusschuss - nicht mehr besetzt.Die meisten großen Kliniken in Deutschland haben Pflege und Patientenservice im Vor- stand verankert - mit Recht. Denn wenn es an guter Pflege mangelt, ist eine Uniklinik al- les andere als effizient, sondern „ein Mercedes ohne Räder“, wie es Frau Schulte einmal sehr treffend bildlich darstellte.Die Landesregierung hat offenbar vergessen, dass das Recht auf humane Pflege erst kürzlich in unserer Landesverfassung verankert wurde. ***