Diese Webseite verwendet ausschließlich für die Funktionen der Website zwingend erforderliche Cookies.
Angelika Birk zum Zugang zu Organspenden
PRESSEDIENST Fraktion im Landtag Schleswig-Holstein Pressesprecherin Claudia Jacob Es gilt das gesprochene Wort! Landeshaus Düsternbrooker Weg 70 24105 Kiel TOP 25 – Transparenter und gerechter Zugang zu Organspenden Durchwahl: 0431/988-1503 Zentrale: 0431/988-1500 Telefax: 0431/988-1501 Dazu sagt die gesundheitspolitische Sprecherin Mobil: 0172/541 83 53 der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen, E-Mail: presse@gruene.ltsh.de Internet: www.sh.gruene-fraktion.de Angelika Birk: Nr. 473.07 / 21.11.2007Ungleichbehandlungen und Klassenmedizin bei Organspenden?Rechtzeitig an ein Spenderorgan zu kommen, wenn es um Leben und Tod geht, gleicht einem Sechser im Lotto. Manipulieren reiche Privatpatienten hierbei ihr Glück über eine Zusatzzahl? „Nein“, sagt die Ärztekammer Schleswig-Holstein. Die Landesgesundheits- ministerin vermutet zwar große Ungerechtigkeiten, allerdings an ganz anderer Stelle. Ih- rer Auffassung nach gelangen viele schwerkranke Kassenpatienten gar nicht erst auf die Wartelisten für Organspenden. Um im Bild zu bleiben: Viele Kassenpatienten besitzen of- fenbar gar keinen Lottoschein.Aus Anlass der Berichterstattung der Sendung Monitor über gehäufte Organtransplanta- tionen bei wohlhabenden nicht-europäischen Patienten im Uniklinikum Schleswig- Holstein ist das Thema Zugangsgerechtigkeit bei Organspenden erneut in die öffentliche Aufmerksamkeit gerückt. Die Ärztekammer Schleswig-Holstein und andere externe Insti- tutionen bestätigen einen ordnungsgemäßen Umgang mit dem Thema im Uniklinikum. Gleichwohl erhielt die Klinik schon im Frühsommer einen Brief von der europäischen Vermittlungsstelle von Organspenden, Eurotransplant, in dem auf die Einhaltung der Re- geln gedrängt wird.Die Gesundheitsministerin Trauernicht lässt sich presseöffentlich zitieren, dass sie die Ungerechtigkeit bei der Organspendenvergabe an ganz anderer Stelle vermutet. Viele Kassenpatienten finden im Krankheitsfall nicht rechtzeitig den Weg zu den Fachärzten und werden von diesen möglicherweise auch nicht im gleichen Maße wie Privatpatienten auf die Wartelisten gesetzt. Deshalb lässt die Gesundheitsministerin den Sachverhalt jetzt von einem Experten untersuchen. Das begrüßen wir. Dabei werden jedoch die Un- tersuchungskriterien und die Vorgehensweise entscheidend sein. Daher fordern wir in unserem Antrag, dass insbesondere Sozialstatus, Alter, Geschlecht und Nationalität der SpendenempfängerInnen sowie die Zugangswege im Vorfeld der Transplantation unter- sucht werden.1/2 Das Thema Organspenden ist sehr heikel. Alle Abgeordneten sind aufgefordert, für mehr Organspenden zu werben. Den Vorschlag der FDP, dass alle Menschen per Gesetz au- tomatisch Organspender werden, wenn sie nicht zu Lebzeiten schriftlich widersprochen haben, halten wir jedoch für abwegig. *** ***