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Angelika Birk zur Entrümpelung von Stoffplänen und individueller Förderung von Schülern
PRESSEDIENST Fraktion im Landtag Schleswig-Holstein Stellv. Pressesprecher Jörg Nickel Landeshaus Düsternbrooker Weg 70 24105 Kiel Telefon: 0431 / 988-1503 Fax: 0431 / 988-1501 Mobil: 0178 / 28 49 591 E-Mail: presse@gruene.ltsh.de Internet: www.sh.gruene-fraktion.de Nr. 051.08 / 7.2.2008Stoffpläne entrümpeln, individuelle Förderung stärkenZur aktuellen Debatte um die Schulzeitverkürzung und zum hierzu eingebrachten Antrag der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im schleswig-holsteinischen Landtag erklärt die bildungspo- litische Sprecherin der Fraktion, Angelika Birk: Die Komprimierung des Schulstoffes in der Sekundarstufe 1 der Gymnasien führt zur Über- lastung der SchülerInnen und damit zu Qualitätseinbußen. Das Konzept, den Stoff des Gym- nasiums ausgerechnet in der kritischen Zeit der Pubertät zusätzlich in den Unterricht hinein- zuzwängen, droht zu scheitern. Alle Bildungsstudien zeigen deutlich, dass die individuelle Förderung entscheidend ist. Bündnis 90/Die Grünen im schleswig-holsteinischen Landtag haben deshalb einen Antrag in den Landtag eingebracht, der folgende Verbesserungen fordert: 1. Entrümpelung der Stoffpläne 2. Mehr individuelle Förderung 3. Übergang zu Ganztagsunterricht 4. Gerechte Ressourcenverteilung 5. individuelle Entscheidungsmöglichkeiten über die Länge der SchulzeitDas Bildungsministerium hat den Gymnasien in den Klassen 5 bis 9 pro Woche vier Lehrer- stunden zusätzlich zugeteilt. Das ist erfreulich. Es ist aber kontraproduktiv, die Zahl der Un- terrichtsstunden auf 38 zu erhöhen. Nicht die Quantität des Stoffes ist entscheidend für den Lernerfolg, sondern die Effektivität des Unterrichts. Die zusätzlichen Ressourcen müssen für individuelle Förderung und für eine Verbesserung der Unterrichtsmethoden genutzt werden. Die SchülerInnen brauchen eine Entzerrung des stressigen Schultages und eine Entlastung von Hausaufgaben. Deshalb ist ein Übergang zur Ganztagsschule wichtig. Nur dann kann eine Schulzeitverkürzung Verbesserungen mit sich bringen und förderlich für die SchülerIn- nen sein. Wir wollen die Chancen für alle Kinder verbessern. Aus diesem Grund fordern wir, dass für alle Schülerinnen zusätzliche Lehrerstunden für alle Sekundarschulen bereitgestellt werden, auch für die Gemeinschaftsschulen und für die Regionalschulen. Es ist nicht zu akzeptieren, dass die Kinder an den Gymnasien in den kritischen Pubertätsjahren mehr Förderung erhal- ten als die Kinder an anderen Schulen. Außerdem schlagen wir vor, dass die Entscheidung über die Länge der Schulzeit (G8 oder G9) eine individuelle Entscheidung der Eltern und SchülerInnen sein soll. Das heißt, dass al- le SchülerInnen die Möglichkeit haben sollen, nach der Klasse 9 in die Oberstufe zu wech- seln oder die 10. Klasse als ein zusätzliches Aufbaujahr zur vertieften Vorbereitung auf die Oberstufe zu absolvieren. ***