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Ekkehard Klug: "Flensburger Uni erhält pro Student weniger Landesmittel als eine Grundschule für einen Schüler".
FDP Landtagsfraktion Schleswig-HolsteinPresseinformation Wolfgang Kubicki, MdL Nr. 117/2008 Vorsitzender Dr. Heiner Garg, MdL Stellvertretender Vorsitzender Kiel, Donnerstag, 24. April 2008 Dr. Ekkehard Klug, MdL Parlamentarischer Geschäftsführer Sperrfrist: Redebeginn Günther Hildebrand, MdLEs gilt das gesprochene Wort!Hochschulpolitik /Universität FlensburgEkkehard Klug: „Flensburger Uni erhält pro Student weniger Landesmittel als eine Grundschule für einen Schüler“. In der Landtagsdebatte zu TOP 41 (Finanzierung der Universität Flensburg) erklärte der hochschulpolitische Sprecher der FDP- Landtagsfraktion, Dr. Ekkehard Klug:„Die Finanzausstattung der schleswig-holsteinischen Hochschulen ist generell nicht gerade üppig, und das gilt nicht zuletzt auch für die Universität Flensburg.Hochschulen außerhalb unseres Landes haben oft attraktivere Rahmenbedingungen. Unter anderem hat vor einigen Jahren der Bericht der „Erichsen-Kommission“ auf diese Probleme hingewiesen.Im Pressedienst der Landesregierung hat am 20. Dezember letzten Jahres auch Herr Minister Austermann Klartext geredet. Zitat: „Unsere Hochschulen waren in den vergangenen Jahren auf außerordentlich knappe Finanzmittel angewiesen, was uns bundesweit Kritik eingebracht hat und dazu führte, dass auch die Qualität unserer Einrichtungen gelitten hat“.Ich finde es sehr anerkennenswert, dass Herr Austermann dies so deutlich formuliert hat, dass er also der allgegenwärtigen Versuchung erlegen ist, in der sich jede Regierung befindet: nämlich eher Schönfärberei zu betreiben.Nun weiß freilich jeder, dass es angesichts der Finanzlage des Landes nicht einfach ist, das eigentlich Notwendige und Wünschenswerte auch tatsächlich zu realisieren – und sei es auch nur schrittweise.Die Universität Flensburg erhält einen Landeszuschuss in Höhe von jährlich rund 13,7 Millionen Euro. Sie hat etwa 4.200 Studierende.Christian Albrecht, Pressesprecher, V.i.S.d.P., FDP Fraktion im Schleswig-Holsteinischen Landtag, 1 Landeshaus, 24171 Kiel, Postfach 7121, Telefon: 0431/9881488 Telefax: 0431/9881497, E-Mail: presse@fdp-sh.de, Internet: http://www.fdp-sh.de/ Dividiert man das Jahresbudget durch die Studentenzahl, so erhält man einen Pro-Kopf-Betrag von rund 3262 Euro.Zum Vergleich: für einen Schüler an einer Grund- und Hauptschule hat das Land 2005 im Durchschnitt 3905 Euro ausgegeben.Das sind gut 20% mehr als für einen Studenten in Flensburg.Würde man die Flensburger Grundschüler im Wege der Bildungsbeschleunigung gleich direkt an der Uni aufnehmen, könnte der Landesfinanzminister also eine satte Einsparung verbuchen. Aber Spaß beiseite: diese Zahlen demonstrieren ja eindeutig, wie es um die Finanzausstattung der Universität Flensburg bestellt ist.Wie groß ist die Finanzlücke der Flensburger Uni? In der Antragsbegründung des SSW ist von 6 Millionen Euro die Rede. Aber wie wurde dieser Betrag errechnet? Bei meinem letzten Gespräch mit dem Rektorat der Flensburger Universität haben meine Gesprächspartner die Zahl 2 Millionen Euro genannt - was etwa 15% oberhalb der tatsächlichen Finanzausstattung läge.Letzten Endes wäre es jedcch hilfreicher, wenn man konkrete Defizite in einzelnen Bereichen exakt beschreiben könnte, um dann eine Grundlage für Überlegungen zu haben, wie man die Situation der Hochschule verbessern kann.Meines Erachtens ist mit absoluter Sicherheit davon auszugehen, dass die besonders stark nachgefragten Studienfächer der Flensburger Universität eine unzureichende Personalausstattung haben. Hier wäre also vorrangig anzusetzen.Ein anderes Beispiel sind überlange Vakanzen: Die Professur für Geistigbehindertenpädagogik ist bereits seit vier Jahren nicht besetzt. Auch Mittelbaustellen waren in diesem Bereich in den zurückliegenden Jahren nicht kontinuierlich besetzt. Dies ist ganz klar ein schwerer Nachteil für die Ausbildung der Sonderpädagogen, die unter anderem in diesem Teilbereich der Lehrerbildung - für angehende Sonderschullehrer - dringend als Absolventen benötigt werden.Das sind sicher nur einzelne Beispiele, und die Liste lässt sich bestimmt erweitern. Man sollte in diesem Sinne eine Prioritätenliste erstellen, aus der sich dann der besonders dringliche Bedarf für eine verbesserte Finanzausstattung der Flensburger Uni ablesen ließe. Das wäre meines Erachtens eine sinnvolle Entscheidungsgrundlage für Parlament und Regierung, und auf diesem Wege kommt man vermutlich eher zu Lösungsschritten als durch die allgemeine Diskussion über den Globalhaushalt der Universität und die Frage, wie viele Millionen da eigentlich fehlen.“Christian Albrecht, Pressesprecher, V.i.S.d.P., FDP Fraktion im Schleswig-Holsteinischen Landtag, 2 Landeshaus, 24171 Kiel, Postfach 7121, Telefon: 0431/9881488 Telefax: 0431/9881497, E-Mail: presse@fdp-sh.de, Internet: http://www.fdp-sh.de/