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24.04.08 , 17:58 Uhr
B 90/Grüne

Angelika Birk zu den Anmeldungen zur Sekundarstufe 1 und zur Lehrerversorgung an Gymnasien

PRESSEDIENST Fraktion im Landtag Schleswig-Holstein Pressesprecherin Es gilt das gesprochene Wort! Claudia Jacob Landeshaus TOP 35 und 34 – Anmeldung zur Sekundarstufe 1 und Düsternbrooker Weg 70 24105 Kiel Lehrerversorgung an Gymnasien Telefon: 0431 / 988-1503 Fax: 0431 / 988-1501 Dazu sagt die bildungspolitische Sprecherin Mobil: 0172 / 541 83 53 der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen, E-Mail: presse@gruene.ltsh.de Internet: www.sh.gruene-fraktion.de Angelika Birk:
Nr. 159.08 / 24.4.2008

Eltern werden aktiv und überholen die Koalition mit links
Zunächst haben die Kommunen über das neue Schulgesetz abgestimmt. Viele stützten sich dabei auf das Votum der Eltern vor Ort. Das hat zu einem - insbesondere von der CDU nicht erwarteten - Boom von Gemeinschaftsschulgründungen geführt. Jetzt stimm- ten die Eltern noch einmal ab: Durch die Anmeldung ihrer Kinder an den neuen Sekun- darschulen.
Hierbei erreicht eine Reihe von Regionalschulen nicht die notwendige Schülerzahl. Gibt es auch solche Fälle bei Gemeinschaftsschulen? Welche Konsequenzen zieht die Lan- desregierung aus dem Elternvotum und von welchen Kriterien lässt sie sich dabei leiten?
Die FDP propagiert „zurück zur Realschule“, dies wäre eine bildungspolitische Geister- fahrt. Wir erwarten gerade angesichts der knappen Ressourcen, dass nicht künstlich Schulen, die vor Ort nicht genug Nachwuchs finden, am Leben gehalten werden.
Da inzwischen sogar die Junge Union fordert, die Regionalschule zugunsten der Ge- meinschaftsschule aufzugeben, lässt dies hoffen, dass die Schulreform noch in dieser Legislaturperiode einen weiteren Schritt voran macht. Gemeinsames Lernen muss das Ziel sein.
Einen großen Zulauf haben nicht nur die Gesamt- und Gemeinschaftsschulen, sondern auch die Gymnasien, denn hier wurden schon in den letzten Jahren immer mehr Kinder angemeldet, als das Bildungsministerium vorsah.
1/2 Die eklatant mangelnde Lehrerversorgung an den Gymnasien hat den Landeselternbeirat zu einem offenen Brief veranlasst. Landauf und landab rechnen uns BildungspolitikerIn- nen Eltern in öffentlichen Versammlungen vor, dass die Schülerzahlen allein jüngst um fünf Prozent an den Gymnasien gestiegen sind. Die 100 neuen Lehrerstellen an Gymna- sien wirken wie ein Tropfen auf den heißen Stein.
Die Rückzahlung der früheren Mehrarbeit durch die Vorgriffstunde in Höhe von mehr als 500 Stellen, vor allem aber die systematisch über Jahre angewachsene Unterversorgung sorgt dafür, dass auch, wenn niemand krank ist, zehn Prozent und mehr an Unterricht ausfallen muss.
Wir haben uns immer gegen die Privilegierung des Gymnasiums ausgesprochen, aber auch die Kinder an Gymnasien haben selbstverständlich das Recht auf individuelle För- derung.
Daher erwarten wir von der Bildungsministerin, dass sie einen ungeschönten Bericht lie- fert und konkrete Vorschläge macht. Der Bericht zum achtjährigen Gymnasium, den wir morgen debattieren, erfüllt diese Anforderung nicht.

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