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Detlef Matthiessen zum Großflughafen Kaltenkirchen und den Äußerungen Wiegards
PRESSEDIENST Fraktion im Landtag Schleswig-Holstein Pressesprecherin Claudia Jacob Landeshaus Düsternbrooker Weg 70 24105 Kiel Telefon: 0431 / 988-1503 Fax: 0431 / 988-1501 Mobil: 0172 / 541 83 53 E-Mail: presse@gruene.ltsh.de Internet: www.sh.gruene-fraktion.de Nr. 165.08 / 29.4.2008Großflughafen KaltenkirchenNoch nie vom Peak-Oil gehört?Zur Forderung von Finanzminister Wiegard beim Bau eines Großflughafens Kaltenkir- chen „alsbald in die Socken“ zu kommen, erklärt der verkehrspolitische Sprecher der Landtagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen, Detlef Matthiessen:Guten Morgen Minister Wiegard, haben Sie noch nichts davon gehört, dass das Ölzeital- ter zu Ende geht? Womit sollen eigentlich die Düsenflugzeuge im Jahr 2025 angetrieben werden, wenn sie in großer Zahl in Kaltenkirchen starten und landen sollen. Es wird dann das Flugkerosin in der benötigten Menge schlichtweg auf dem Weltmarkt nicht mehr ge- ben.Es gibt ExpertInnen, die davon ausgehen, dass der Höhepunkt der weltweiten Erdölför- derung schon überschritten wurde. Andere sehen die Erreichung des Peak-Oil, des Öl- fördermaximums, in fünf bis zehn Jahren. Selbst die Internationale Energie Agentur (IEA), ein Zusammenschluss der größten Ölverbraucherstaaten, hat ihre bisherige Beschwichtigungspolitik aufgegeben. Der IEA-Chefökonom Fatih Birol erklärte gegen- über der Zeitschrift Internationale Politik, dass es bis 2015 eine Ölmengenlücke von täg- lich 12,5 Mio. Barrel geben wird. Das wären 15 Prozent des Weltölbedarfes. Schon heute liegt der Rohölpreis bei 119 Dollar pro Barrel. Neben einem Spekulationsanteil bildet der Preis auch deutlich Knappheitstendenzen ab. ***