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20.05.08 , 14:03 Uhr
B 90/Grüne

Karl-Martin Hentschel zum Vogelschutz auf Eiderstedt

PRESSEDIENST Fraktion im Landtag Schleswig-Holstein Pressesprecherin Claudia Jacob Landeshaus Düsternbrooker Weg 70 24105 Kiel
Telefon: 0431 / 988-1503 Fax: 0431 / 988-1501 Mobil: 0172 / 541 83 53 E-Mail: presse@gruene.ltsh.de Internet: www.sh.gruene-fraktion.de Keinen Tag verlieren: Vogelschutz sofort Nr. 182.08 / 20.5.2008

Die größte Trauerseeschwalbenkolonie auf Eiderstedt wurde verlassen vorgefunden. Damit steht diese seltene Art unmittelbar vor dem Aus. Dazu erklärt der Vorsitzende der Landtagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen, Karl-Martin Hentschel:
Während auf der UN-Artenschutzkonferenz in Bonn viel grüne Lyrik produziert wird, lässt sich auf Eiderstedt sehr anschaulich beobachten, wie Artensterben in der Praxis aus- sieht. Seit Monaten werden Gräben systematisch trockengelegt, Vögel mit Knallkanonen vergrämt und Grünland umgebrochen. Trotz zahlreicher Hinweise von BürgerInnen vor Ort, sieht der Umweltminister dabei tatenlos zu und bezahlt sogar die Wasserpumpen.
Die jahrelange Verschleppung des Meldeverfahrens für das Vogelschutzgebiet auf Ei- derstedt wurde vor Ort genutzt, um Tatsachen zu schaffen. Die Trauerseeschwalbe steht vor der Ausrottung.
Die angekündigten Nachmeldungen für Vogelschutzgebiete kommen nun möglicherwei- se zu spät. Wir dürfen keinen Tag verlieren. Die Grüne Fraktion hat einen Landtagsan- trag eingebracht (Drs. 16/2083), in dem die Landesregierung aufgefordert wird, unver- züglich Maßnahmen zu ergreifen, um den Erhalt der bedrohten Trauerseeschwalbe und Wiesenvögel auf Eiderstedt dauerhaft zu gewährleisten. Darin fordern wir unter anderem:
1. Die Dauergründlanderhaltungsverordnung muss sofort in Kraft gesetzt und im Amtsblatt veröffentlicht werden. Nur so ist gesichert, dass es auf Eiderstedt nicht weiterhin zu massi- vem Umbruch des Grünlandes kommt.
2. Das Wassermanagement des Deich- und Sielverbandes ist so auszurichten, dass die Gräben ganzjährig ausreichend Wasser führen.
3. Die Vergrämung von Vögeln durch Knallkanonen muss sofort unterbunden werden.
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Mehr Infos zur biologischen Vielfalt: www.sh.gruene-fraktion.de -> Themenspecial Biodiversität

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