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21.05.08 , 17:13 Uhr
Landtag

60 Jahre Israel: Landtag gedenkt der Staatsgründung

55/2008 Kiel, 21.Mai 2008


60 Jahre Israel: Landtag gedenkt der Staatsgründung


Kiel (SHL) - Kiel (SHL) – Vor 60 Jahren, am 14. Mai 1948, wurde der Staat Israel gegründet. Dieses Jubiläum wird heute, 21. Mai, im Schleswig-Holsteinischen Landtag mit einer Veran- staltung gewürdigt. Prominenter Gastredner ist der Gesandte des Staates Israel in der Bun- desrepublik Deutschland, Ilan Mor. Gastgeber sind neben dem Landtag auch die Landes- zentrale für politische Bildung und die Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Schleswig-Holstein.

Die Erste Vizepräsidentin des Landtages, Ingrid Franzen, begrüßte die gut 200 geladenen Gäste im Plenarsaal. Israels Staatsgründung vor 60 Jahren sei untrennbar vor dem Hinter- grund der Shoah zu sehen: „Der nationalsozialistische Völkermord vom Deutschen Reich hätte fast sein menschenverachtendes Ziel erreicht, das jüdische Volk zu vernichten. Mit diesem Teil der deutschen Geschichte muss sich jede Generation auseinander setzen und sich der historischen Verantwortung stellen. Hier gibt es – für mich – keine Gnade der späten Geburt.“

Israel habe in den 60 Jahren seines Bestehens eine beeindruckende Leistungsbilanz vorzu- weisen, betonte Franzen. Und weiter: „Man wird Israel nicht gerecht, wenn man es nur unter dem Blickwinkel des Nahost-Konflikts betrachtet. Dann übersieht man leicht, was dieses Land im Laufe der Jahrzehnte zustande gebracht hat.“ Die Bevölkerungszahl habe sich seit 1948 von 600.000 auf 7,2 Millionen Menschen verzwölffacht. In Israel leben Juden aus fast 120 Ländern zusammen – zuletzt wanderten binnen zehn Jahren zehn Millionen Juden aus Osteuropa ein. Auch die wirtschaftliche Entwicklung des Landes sei beeindruckend.



Schleswig-Holsteinischer Landtag, Postfach 7121, 24171 Kiel Annette Wiese-Krukowska, awk@landtag.ltsh.de, Tel. -1116; ▪ www.sh-landtag.de → Presseticker 2

Das alles sei gerade auch vor dem Hintergrund des permanenten Konflikts in der Nahost- Region keine Selbstverständlichkeit, so die Vizepräsidentin. „Bis heute bestimmen Kriege, Terroranschläge, Nichtanerkennung aber auch Besiedlung, Abschottung und Mauerbau das Verhältnis zu den arabischen und palästinensischen Nachbarn. 60 Jahre ohne Sicherheit ein Land aufzubauen, einen Staat zu gestalten und den Alltag zu leben, das ist für uns kaum vorstellbar.“

Im Verhältnis zwischen Deutschland und Israel habe sich gerade in jüngster Zeit viel getan. Gut 100 Städtepartnerschaften und ein reger Jugendaustausch seien zu verzeichnen. Das beim jüngsten Staatsbesuch von Bundeskanzlerin Merkel in Israel verabredete Zukunftsfo- rum sei ein weiterer wichtiger Schritt zur Verbesserung der Zusammenarbeit beider Staaten, betonte Ingrid Franzen abschließend.

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