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Detlef Matthiessen zur Tätigkeit der Innovationsstiftung
PRESSEDIENST Fraktion im Landtag Schleswig-Holstein Pressesprecherin Es gilt das gesprochene Wort Claudia Jacob Landeshaus TOP 40 – Bericht der Landesregierung über Düsternbrooker Weg 70 24105 Kiel Tätigkeit der Innovationsstiftung SH 2006 Telefon: 0431 / 988-1503 Fax: 0431 / 988-1501 Dazu sagt der wirtschaftspolitische Sprecher Mobil: 0172 / 541 83 53 der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen, E-Mail: presse@gruene.ltsh.de Internet: www.sh.gruene-fraktion.de Detlef Matthiessen: Nr. 208.08 / 30.5.2008Innovationsstiftung mit grünen InhaltenBündnis90/Die Grünen wollen eine Wirtschaftsentwicklung, die weniger Ressourcen und Rohstoffe verbraucht, die Umwelt erhält, den Klimawandel verzögert und zugleich Arbeit und Reichtum schafft und diesen gerecht verteilt. Im Bericht zur Tätigkeit der Technolo- gieStiftung für 2006 ist vieles enthalten, mit dem wir Grüne hoch zufrieden sind. Innovati- ve Entwicklungen werden initiiert in den Bereichen Effizienztechnologien, Nanotechnolo- gie, regenerative Energien, Umwelttechnologien und weiteren Zukunftstechnologien.Ein Arbeitsschwerpunkt ist die Bioenergie mit dem EU-Projekt „ProBioEnergy“. Es geht um wichtige Anwendungsbeispiele für Biokraftstoffe, Biogas, Festbrennstoffe wie Holz- hackschnitzel, Holzpellets und Stroh. Die Kampagne für die Nutzung von Holzpelletanla- gen wird von uns sehr begrüßt. Sie ist Garant dafür, viele Menschen zu dieser C02- neutralen Heizungs-Alternative zu informieren.Millionen von Heizkesseln in Ein- und Mehrfamilienhäusern müssen ersetzt werden - al- lein wegen der Gesetzeslage. Die ständig steigenden Energiekosten lassen die Blicke auf den eigenen Heizungskeller richten. Eine Ölheizung darf es nicht mehr sein. Selbst mit neuester Technologie bleibt der Energieträger CO2-lastig, schnell endlich und wird nicht mehr billiger. Die Importabhängigkeit von Erdöl nimmt weiter zu. Ein Umdenken ist notwendig und nützt dem Verbraucher, der Umwelt und der heimischen Wirtschaft. Selbst eine Entscheidung für eine Erdgasheizung ist nicht wirklich nachhaltig. Auch Erd- gas ist endlich und der Preis wird tendenziell weiter steigen.Für uns Grüne ist es ein Problem, wenn weltweit über die Nahrungsmittelknappheit be- richtet wird und die damit zusammenhängenden Preissteigerungen. Teilweise wird das begründet mit der Verdrängung von Nahrungsmitteln durch Energiepflanzen auf den Fel- dern. Für uns steht fest, wir wollen keine Konkurrenz zwischen den Anbau von Nah- rungsmittel und Biomasse für den Energiesektor.1/2 Deshalb sprechen wir Grüne von biogenen Reststoffen wie Stroh und Resthölzer. Der gezielte Anbau von Energiepflanzen - wobei die gesamt Pflanze für die Energieerzeu- gung genutzt wird und nicht nur Früchte und Samen - soll nur auf solchen Böden ermög- licht werden, wo es wirtschaftlich keinen Sinn macht Nahrungsmittel anzubauen.Nach Untersuchungen der Gas- und Wasserwirtschaftverbände können 10 bis 20 Pro- zent des heutigen Erdgasverbrauchs in Deutschland durch Biogas ersetzt werden. Von großer Bedeutung ist dabei die Einspeisefähigkeit des Biogases in das Gasnetz. Wir be- grüßen es weiterhin, dass die Innovationsstiftung das Thema Geothermie auch zukünfti- ge bearbeitet. Schleswig-Holstein hat gute Gegebenheiten für die tiefe Geothermie aber auch für die oberflächennahe Erdwärmenutzung.Die Marine Aquakultur kann für Schleswig-Holstein ein Zukunftsfeld mit Exportchancen werden. Die Förderung einer Stiftungsprofessur an der Agrar- und Ernährungswissen- schaftlichen Fakultät der CAU zum Aufbau des Fachgebiets „Marine Aquakultur“ ist dafür der richtige wissenschaftliche Rückenwind.Der Bericht spricht das Thema Bauen und Wohnen an sowie Wärmedämmung in Alt- und Neubauten. Hier setzt auch der Grüne Entwurf für ein Erneuerbares Energie Wär- megesetz an. Der Energieausweis für Gebäude wird ein wichtiges Entscheidungskriteri- um werden bei der Nachfrage von KäuferInnen und MieterInnen.Beim Aufbau von Fachkompetenz auf Technologiegebieten mit wirtschaftlichem Potential werden u.a. die Bildverarbeitung mit enger Kooperation von Wissenschaft und Wirtschaft sowie die Nanotechnologie angesprochen. Existenzgründungen sind das A und O wirt- schaftlicher Dynamik. Eine gute technologieorientierte Geschäftsidee allein reicht nicht für den Erfolg. Es braucht einen seriösen Businessplan und die Unterstützung bei der Ei- genkapitalausstattung und dem Zugang zu Krediten.Ich danke der Innovationsstiftung und ihrem Vorstand für ihre wichtigen Beiträge auf dem Weg in eine nachhaltige Zukunft. ***