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Karl-Martin Hentschel zur Speicherung von CO2 in Schleswig-Holstein
Fraktion im Landtag PRESSEDIENST Schleswig-Holstein Stellv. Pressesprecher Dr. Jörg Nickel Landeshaus Düsternbrooker Weg 70 24105 Kiel Durchwahl: 0431/988-1503 Zentrale: 0431/988-1500 Telefax: 0431/988-1501 Mobil: 0178/28 49 591 E-Mail: presse@gruene.ltsh.de Internet: www.sh.gruene-fraktion.deCO2-Chaos in der großen Koalition –Nr. 309.08 / 01.09.2008 Grüne Fraktion verlangt AufklärungZu den Berichten über eine mögliche Lagerung von CO2 aus den Kohlekraftwerken anderer Bundesländer in Schleswig-Holstein erklärt der Vorsitzende der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen, Karl-Martin Hentschel:„Es ist schon erstaunlich, wenn die DEA ankündigt, CO2-Emissionen aus Kohlekraftwerken in Nordrhein-Westfalen unterirdisch in Schleswig-Holstein abspeichern zu wollen und der zu- ständige Minister erklärt, er wisse von nichts. Dies ist umso verwunderlicher, da sein Amts- vorgänger sich bereits zu diesem Vorhaben geäußert hatte. Der WWF (Worldwide Fund for Nature) hatte Anfang des Jahres berichtet, dass ein Antrag auf entsprechende Untersuchun- gen bereits eingereicht worden sei.Gibt der Minister Auskünfte, ohne sich in seinem Hause sachkundig zu machen? Oder las- sen ihn die Ministerialbeamten kalt auflaufen? Zur Klärung der offenen Fragen hat die Grüne Landtagsfraktion heute eine Kleine Anfrage eingereicht.Mit Erstaunen und Kopfschütteln betrachte ich die SPD: In ihrer heutigen Pressemitteilung lehnt sie die CO2-Abscheidung ab. Wir sind gespannt, ob diese Positionierung diesmal Kon- sequenzen im Kabinett und im Parlament haben wird.“Die Landesvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen in Schleswig-Holstein, Marlies Fritzen, ergänzt: „Schleswig-Holstein ist keine Sondermülldeponie. Die CO2-Abscheidung aus den Abgasen von Kohlekraftwerken mag technisch machbar sein. Niemand weiß aber, ob die Speicherung von CO2 überhaupt dauerhaft möglich sein wird. Die Abscheidung und Speiche- rung klimaschädigender Abgase kostet Unsummen, macht Kohlestrom erheblich teuerer und verringert die Energie-Effizienz.Wir fordern die Landesregierung auf, von ihrem „schwarzen“ Kohleweg umzukehren und endlich die „grüne“ Richtung einzuschlagen.“