Diese Webseite verwendet ausschließlich für die Funktionen der Website zwingend erforderliche Cookies.
Monika Heinold zum Foto-Projekt "Street View" des Internet-Konzerns Google
PRESSEDIENST Fraktion im Landtag Schleswig-Holstein Pressesprecherin Claudia Jacob Landeshaus Düsternbrooker Weg 70 24105 Kiel Telefon: 0431 / 988-1503 Fax: 0431 / 988-1501 Mobil: 0172 / 541 83 53 E-Mail: presse@gruene.ltsh.de Internet: www.sh.gruene-fraktion.de Nr. 348.08 / 29.09.2008Nicht alle wollen sich zur Schau stellenZum Foto-Projekt des Internet-Konzerns Google erklärt die parlamentarische Geschäfts- führerin der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen, Monika Heinold:Wir unterstützen die Gemeinden in ihrem Widerstand gegen die systematische Erfas- sung und umfassende Darstellung von Straßen, Häusern und Personen im 3- D-Projekt „Street view“. Google muss die Privatsphäre der Menschen respektieren und die augen- blicklich durchgeführte Datenerhebung in Schleswig-Holstein sofort stoppen.Gegen das Fotografieren öffentlicher Gebäude oder Sehenswürdigkeiten und ihrer Dar- stellung im Internet ist nichts einzuwenden. Aber das digitale allumfassende Einscannen von privaten Gebäuden und Grundstücken wirft genauso schwerwiegende datenschutz- rechtliche Fragen auf, wie das Erfassen aller zur Zeit der Aufnahme im öffentlichen Raum befindlichen Personen und Fahrzeuge, selbst wenn Nummernschilder und Gesich- ter unkenntlich gemacht werden.Nicht alle BürgerInnen wollen sich zur Schau stellen - wie beispielsweise Guido Wester- welle im Big-Brother Container. Das Recht auf Privatsphäre wird missachtet, wenn im In- ternet sogar die Farbe der Gardine und die Gartenmöbel auf der Terrasse zu sehen und mittels erkennbarer Hausnummern und ähnlichem exakt zuzuordnen sind. George Orwell lässt grüßen.Wie auch die SPD-Fraktion erwarten wir von der Landesregierung, dass sie im Land und im Bundesrat alle rechtlichen Möglichkeiten ausschöpft, um diese systematische Erfas- sung zu verhindern. ***