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Monika Heinold zum internationalen Jugendaustausch
PresseinformationEs gilt das gesprochene Wort. Landtagsfraktion TOP 30 – Internationaler Jugendaustausch Schleswig-Holstein Pressesprecherin Claudia Jacob Dazu sagt die Parlamentarische Geschäftsführerin Landeshaus Düsternbrooker Weg 70 der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen, 24105 Kiel Monika Heinold: Telefon: 0431 / 988 - 1503 Fax: 0431 / 988 - 1501 Mobil: 0172 / 541 83 53 presse@gruene.ltsh.de www.sh.gruene-fraktion.de Internationaler Jugendaustausch Nr. 369.08 / 09.10.2008 – eine Erfahrung fürs ganze LebenFast jede(r) von Ihnen wird in seiner Familie oder im Freundeskreis einen jungen Men- schen kennen, der das Glück hatte, an einem Schüleraustausch teilzunehmen, der ein Auslandssemester absolviert oder im Rahmen der internationalen Jugendbegegnung im Ausland gewesen ist. In bestimmten Kreisen ist es unter Jugendlichen geradezu selbst- verständlich, ein Schuljahr oder zumindest einige Monate im Ausland zu verbringen.Auch wenn damit hohe Kosten verbunden sind. Bis zu 10.000 Euro für ein Schuljahr im Ausland sind keine Seltenheit. Eltern zahlen dieses, weil sie wissen, dass Sprachen zu erlernen, andere Kulturkreise kennen zu lernen gerade in unserer globalisierten Welt wichtige Erfahrungen für junge Menschen sind.Wer sich solch teure Exkurse nicht leisten kann, ist darauf angewiesen, dass sein Kind im Rahmen des internationalen Jugendaustausches und der Jugendbegegnung diese Erfahrungen mit Hilfe von staatlich organisierten und geförderten Programmen machen kann. Der vorliegende Bericht gibt einen guten Überblick über die öffentlich bezu- schussten Angebote in Schleswig-Holstein. Vielen Dank an das Sozialministerium für diese Zusammenstellung.Die Palette der verschiedenen Angebote ist breit und bunt: Förderprogramme auf Euro- pa-, Bundes- und Landesebene, Kooperationen mit nationalen Jugendwerken, Schüler- und Studentenaustausch, Schulpartnerschaften, Ausbildungskooperationen, projektbe- zogenen Austauschprogramme, Angebote über Stiftungen, Begegnung im Freizeit- und Verbandsbereich und vieles andere mehr.Die Vielfalt des Angebotes macht aber auch deutlich: Es ist schwierig, einen Gesamt- Seite 1 von 2 überblick zu bekommen. Für Familien, SchülerInnen, LehrerInnen und Jugendbetreuer ist es aber unabdingbar zu wissen: Was ist das richtige Angebot für mich? Wo kann ich mich informieren? Wie erhalte ich Zuschüsse? Was kann ich mir leisten? Deshalb be- grüße ich die Absicht der Landesregierung, einen Info-Flyer der Förderprogramme ins Netz zu stellen und die Übersicht der von der EU geförderten Angebote zu überarbei- ten.Internationale Jugendbegegnung ist wichtig. Sie zeigt Gemeinsamkeiten der verschie- denen Nationen auf und gibt Einblicke in Unterschiedlichkeiten. Sie öffnet den eigenen Horizont, baut Vorurteile ab und Verständnis auf. Wenn junge Menschen die Chance erhalten, sich im Rahmen einer internationalen Begegnung aktiv mit unterschiedlichen Lebensweisen, Sprachen, Kulturen und Religionen auseinanderzusetzen, ist das oft- mals eine prägende Erfahrung für das ganze Leben. Wer gewohnt ist, „über den eige- nen Tellerrand zu gucken“, wer andere Sprachen, Sitten und Gebräuche als berei- chernd erfahren hat, der hat keine Angst vor Überfremdung, sondern sieht das Zusam- menleben verschiedener Nationalitäten als Chance.Deshalb muss es unser Ziel sein, dass möglichst viele junge Menschen solche Erfah- rungen sammeln können – mit Hilfe von Austauschprogrammen und Begegnungspro- jekten– unabhängig vom Geldbeutel der Eltern und organisiert von Schulen oder Verei- nen. Zusammenfassend lässt sich sagen: Es findet schon viel statt, aber es kann auch gar nicht genug stattfinden.Der internationale Jugendaustausch darf kein Programm für Besserverdienende und für GymnasiastInnen sein. Er muss möglichst alle Jugendlichen erreichen. Deshalb sollten wir in der Ausschussberatung detailliert die Frage klären, welche Schulen zurzeit kon- kret an den Austauschprogrammen teilnehmen. Was wir tun können, damit SchülerIn- nen aller Schularten diese Chancen gleichermaßen offen stehen.Ein Schwerpunkt muss sein, wie wir es erreichen können, dass gerade Kinder aus bil- dungsfernen Schichten an den geförderten Programmen partizipieren können. Chan- cengleichheit muss auch hier unsere Leitlinie sein. *** 2