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13.11.08 , 16:20 Uhr
SPD

Sandra Redmann: Moorschutz ist Arten- und Klimaschutz

Presseinformation der SPD-Landtagsfraktion
Kiel, 13.11.2008, Nr.: 270/2008


Sandra Redmann:

Moorschutz ist Arten- und Klimaschutz!

Der Landtag hat heute einstimmig einen Antrag der Regierungsfraktionen beschlos- sen, demzufolge ein Hochmoorprogramm für Schleswig-Holstein umgesetzt werden soll (Drucksache 16/2272). Dazu erklärt die stellvertretende Vorsitzende des Arbeits- kreises Umwelt und Landwirtschaft der SPD-Landtagsfraktion, Sandra Redmann:

Das Hochmoorprogramm wird das seit 2002 bestehende Niedermoorprogramm ergän- zen. Es ist ein erfolgversprechendes Projekt sowohl für die Biodiversität als auch den Klimaschutz in Schleswig-Holstein. Denn Hochmoore gehören aufgrund ihrer speziel- len Lebensbedingungen (Nährstoffarmut, große Temperaturschwankungen, niedrige pH-Werte) zu den zwar besonders wertvollen, aber stark bedrohten Biotoptypen Mit- teleuropas. Zahlreiche an Extrembedingungen angepasste Tier- und Pflanzenarten haben auf den Hochmooren ihre einzige Überlebenschance.

1956 dehnten sich Hochmoore in Schleswig-Holstein auf etwa 45.500 ha aus, bis 1998 sind sie auf etwa 30.000 ha (= 66 %) zurückgegangen. Doch gerade Hochmoore sind zur Speicherung des schädlichen Kohlendioxids und damit zum Klimaschutz beson- ders geeignet. Im Gegensatz zur begrenzten CO2-Senkenwirkung von Wäldern kön- nen wachsende Moore aufgrund der laufenden Torfbildung dauerhaft als kontinuierli- che CO2-Senken wirken. Hochmoore können etwa 0,24t Kohlenstoff pro Jahr und Hek- tar (das entspricht fast 1 t Kohlendioxid) speichern, im Vergleich dazu können Nieder- moore 0,15t Kohlenstoff pro Jahr und Hektar (0,75 t Kohlendioxid) aufnehmen.



Herausgeber: Landeshaus SPD-Landtagsfraktion Postfach 7121, 24171 Kiel Verantwortlich: Tel: 0431/ 988-1305/1307 E-Mail: pressestelle@spd.ltsh.de Petra Bräutigam Fax: 0431/ 988-1308 Internet: www.spd.ltsh.de -2-



Momentan werden weltweit durch entwässerte Moore ca. 15 – 20 % der anthropoge- nen Treibhausgase wieder freigesetzt. In unserer überwiegend dicht besiedelten Kul- turlandschaft ist für eine Wiedervernässung, mit der die Senkenfunktion erreicht wer- den kann, eine fundierte hydrologische und ökologische Planung erforderlich.

Das Umweltministerium hat bereits ein Finanzierungskonzept sowohl für eine Be- standsaufnahme und eines Schutz- und Entwicklungskonzeptes als auch für dessen Umsetzung erarbeitet. Dazu wird bei der Stiftung Naturschutz über die Nachschiebelis- te ein Fonds eingerichtet. Damit steht ein geeigneter Träger mit fachlichem Know-How und Akzeptanz bei der Bevölkerung zur Verfügung.

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