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Anette Langner zu TOP 30: Anerkennung für die wissenschaftliche Exzellenz und Leistung
Presseinformation der SPD-Landtagsfraktion Kiel, 13.11.2008 Landtag Es gilt das gesprochene Wort! Sperrfrist: Redebeginn aktuellTOP 30: Aufwertung des IFM-GEOMAR, Kiel, zum Nationalen Meeresforschungsinstitut (Druck- sache 16/2299)Anette Langner:Anerkennung für die wissenschaftliche Exzellenz und LeistungDas IFM Geomar genießt auf Grund seines deutschlandweit einzigartigen For- schungsspektrums im Bereich des Blauen Ozeans – vom Meeresboden der Tiefsee bis zur Atmosphäre über dem Meer - zu Recht internationale Anerkennung und wir alle wissen um die Bedeutung des Institutes für den Forschungsstandort Schleswig- Holstein.Die Herausforderungen für die deutsche Meeresforschung sind nach wie vor groß und steigen in ihrer gesellschaftlichen Relevanz. Sie reichen von den Folgen des Kli- mawandels über die Fragen der zukünftigen Energieversorgung, der Sicherstellung des Nahrungsmittelangebotes aus dem Meer bis hin zu den Ozeanen als Verkehrswe- ge in einer globalisierten Wirtschaft. Auf diese zentralen Zukunftsfragen und die sich daraus unvermeidlich ergebenden Nutzungskonflikte auch und vor allem in Bezug auf den Schutz der Meere gilt es, Antworten zu geben und Lösungen zu finden.Dass das IFM Geomar hierbei schon jetzt eine entscheidende Rolle spielt, zeigen z.B. die Gashydratforschungen oder aktuell die Beteiligung des Instituts an der Entwick- lung des Tsunami Frühwarnsystems, das gerade vor der Küste Indonesiens in Be- trieb gegangen ist. Die wissenschaftliche Excellenz der deutschen MeeresforschungHerausgeber: Landeshaus SPD-Landtagsfraktion Postfach 7121, 24171 Kiel Verantwortlich: Tel: 0431/ 988-1305/1307 E-Mail: pressestelle@spd.ltsh.de Petra Bräutigam Fax: 0431/ 988-1308 Internet: www.spd.ltsh.de -2-wird auch dokumentiert durch das Kieler Excellenzcluster „The Future Ocean“ und zwei meereswissenschaftliche Sonderforschungsbereiche an diesem Standort.Um die internationale Spitzenposition der deutschen Meeresforschung nicht nur zu er- halten, sondern auch auszubauen, ist es notwendig, wettbewerbsfähige und zu- kunftsorientierte Strukturen zu schaffen. Dabei ist die europäische und internationa- le Vernetzung von großer Bedeutung. Mit dem nationalen französischen Meeresfor- schungszentrum IFREMER und dem nationalen englischen Meeresforschungszentrum NOCS gehört das IFM Geomar zu den drei größten Einrichtungen dieser Art in Euro- pa, international gehört es zu den sechs führenden Meeresforschungseinrichtungen.Durch unsere föderalen Bildungs- und Forschungsstrukturen hat das IFM Geomar nicht automatisch, wie seine europäischen Partner, den Status eines nationalen Insti- tuts. In Deutschland engagieren sich zahlreiche universitäre und außeruniversitä- re Institute auf dem Gebiet der marinen Wissenschaften. Das hat zur Folge, dass das IFM Geomar mit seinen europäischen und internationalen Partnern nicht auf Augenhöhe verhandeln kann. Prof. Herzig hat in der Sitzung des Wirtschaftsausschusses bei der Diskussion über den maritimen Aktionsplan der Lan- desregierung nachvollziehbar deutlich gemacht, dass es von strategischem Nachteil ist, dass Deutschland nicht wie seine europäischen Nachbarn über ein nationales Meeresforschungsinstitut verfügt, obwohl es mit dem IFM Geomar eine geeignete und weltweit renommierte Einrichtung in Kiel gibt, die hervorragend dazu geeignet ist, diese Aufgabe kompetent und verantwortungsvoll zu übernehmen.Ich finde es deshalb sehr gut, dass es uns im Wirtschaftsausschuss gelungen ist, die- se interfraktionelle Initiative auf den Weg zu bringen, mit der wir die Bundesregierung auffordern, dem IFM Geomar den Status „Deutsches Meeresforschungszentrum“ zu- zuerkennen. Das ist sowohl für den Bund als auch für das Land kostenneutral, schafft -3-aber klare und deutlich sichtbare Strukturen und Zuständigkeiten und ist gleichzeitig eine Anerkennung für die wissenschaftliche Exzellenz und Leistung hier in Kiel.Dies ist einer der seltenen Fälle in der Politik, wo wir mit geringen Mitteln viel erreichen können und diese Chance sollten wir nutzen, indem wir heute einstimmig die vom Wirtschaftsausschuss vorbereitete Resolution auf den Weg bringen.