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Bessere PISA-Ergebnisse erfordern eine andere Lehrerbildung
Pressemitteilung Nr. 081/2008 Kiel, den 18.11.2008 Pressesprecher Lars Erik Bethge, Tel. 0431-988 1383Bessere PISA-Ergebnisse erfordern eine andere LehrerbildungZu den Ergebnissen der PISA-Studie 2006 erklärt die Vorsitzende des SSW imLandtag, Anke Spoorendonk:„Schleswig-Holstein hat erst 2006 eine tiefgreifende Schulreformbeschlossen, die auch den Problemen entgegenwirken soll, die durch diePISA-Studie offenbar werden. Deshalb werden wir noch einige Jahre wartenmüssen, bevor sich in PISA die Wirkung der neuen Schulpolitik zeigt.Trotzdem macht die aktuelle PISA-Studie auch deutlich, dass es hier nichtnur um Schulstrukturen geht, sondern ebenso um die Qualität desUnterrichts. Gemeinschaftsschulen sind der richtige Rahmen, um schnellauf Entwicklungen zu reagieren. Aber letztlich kommt es darauf an, wiedieser Rahmen genutzt wird. Gemeinschaftsschule funktioniert nur gut,wenn Ressourcen für die individuelle Förderung vorhanden sind. Dabei geht 2es sowohl um Mittel für Lehrerstellen als vor allem auch um die Ausbildungder Lehrkräfte.Wenn jemand eine neue Maschine bedienen muss, dann wird er in derRegel umfangreich dafür geschult. Wenn es um unsere Schulkinder und einneues Schulsystem geht, dann glaubt die Landesregierung aber auf eineneue Lehrerbildung verzichten zu können. Das kann nicht gut gehen. Es istein großer Fehler, dass die Große Koalition an der Lehrerbildung nichtsändern will und unsere Universitäten weiterhin traditionell für dasdreigliedrige Schulwesen ausbilden lässt. Die Schulreform wird letztlich nurzu optimalen PISA-Ergebnissen führen, wenn auch die Lehrerausbildung andie neuen Schulformen angepasst wird.“