Diese Webseite verwendet ausschließlich für die Funktionen der Website zwingend erforderliche Cookies.
Angelika Birk zur Ausbildung in der Seefahrt
PresseinformationEs gilt das gesprochene Wort! Landtagsfraktion Schleswig-Holstein TOP 43 – Nachwuchs in der Seeschifffahrt sicherstellen Pressesprecherin Claudia Jacob Landeshaus Dazu sagt die bildungspolitische Sprecherin Düsternbrooker Weg 70 24105 Kiel der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen, Telefon: 0431 / 988 - 1503 Fax: 0431 / 988 - 1501 Angelika Birk: Mobil: 0172 / 541 83 53 presse@gruene.ltsh.de www.sh.gruene-fraktion.deHarte Aufbauarbeit in der Nr. 029.09 / 28.01.2009Seefahrtsausbildung nötig!30 Jahre lang haben die deutschen Reedereien aus kurzsichtigen Einsparerwägungen Schiffe ausgeflaggt, um so das deutsche Lohnniveau zu umgehen. Dumping im See- fahrt-Know-how, insbesondere in der Sicherheit waren die Folge, so dass nunmehr die Reedereien beginnen, systematisch wieder Schiffe unter deutscher Flagge fahren zu lassen.Das Land Schleswig-Holstein hat schon vor einiger Zeit mit dem Ausbau der Ausbil- dungskapazitäten für die Seefahrtsberufe begonnen. Aber der Ausfall einer ganzen Ge- neration von Know-how in der Aus- und Weiterbildung lässt sich nicht auf einen Schlag kompensieren. Hier rächt sich bitter, dass der Staat den Reedereien das Ausflaggen durchgehen ließ.Hinzu kommt aber noch ein typisches Bürokraten-Problem: Für die Hochschulausbil- dung der Führungscrew an Board kommen nach Hochschulrecht eigentlich nur For- schungsprofessuren in Frage. Die gibt es nach Auskunft der Landesregierung derzeit aber kaum und erfahrene PraktikerInnen auf See haben keinen Nachweis über eine pä- dagogische Eignung. Zudem werden Sie nach Hochschulrecht so schlecht bezahlt, dass dieses Geld niemanden lockt. Ähnlich gering wird im Übrigen die Praxiserfahrung auch für die Lehrkräfte in den weiteren Ausbildungsberufen an Board honoriert. Ein Stück aus dem Tollhaus. Was ist zu tun?Unser Hochschulgesetz und das Schulgesetz brauchen Aufnahmeregelungen, um er- fahrenen PraktikerInnen die Lehre mit angemessenen Gehältern und berufsbegleiten- der Pädagogikfortbildung attraktiv zu machen. Seite 1 von 2 Gleichzeitig geht es aber auch um den Aufbau einer praxisbezogenen Forschung. In Kiel und Flensburg befindet sich geradezu eine Konzentration von grundlagen- und an- wendungsbezogener Forschung, die sich mit dem Meer, seiner Geographie, dem Wet- ter, dem Klimawandel, Energieeffizienz und Schifffahrtstechnik befassen.Auch die Reedereien müssen ein großes Interesse haben, dass dieses Know-how an- wendungsbezogen den Führungskräften auf den Schiffen zur Verfügung gestellt wird. Das Wissenschaftsministerium muss hier einen runden Tisch organisieren, damit dieser Wissenstransfer in Gang kommt. *** 2