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12.02.09 , 12:41 Uhr
B 90/Grüne

Detlef Matthiessen zum Windenergieland Schleswig-Holstein

Presseinformation

Landtagsfraktion Schleswig-Holstein Pressesprecherin Claudia Jacob Landeshaus Düsternbrooker Weg 70 24105 Kiel
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Nr. 050.09 / 12.02.2009
Windland Nr. 1 war einmal… Zum aktuellen Stand der Windenergie in Schleswig-Holstein erklärt der energiepoliti- sche Sprecher der Landtagsfraktion von Bündnis 90/Die GRÜNEN, Detlef Matthies- sen:
Schleswig-Holstein hat seine Führungsrolle als Windland Nummer eins verspielt. Gera- de erst wurde der so genannte Runderlass verlängert, der den Ausbau der Windenergie massiv behindert.
Schleswig-Holstein braucht einen neuen Schub für die Windenergie. Wir können diese Führungsposition zurückgewinnen. Das wird durch ein energisches Repowering möglich sein, da Schleswig-Holstein die älteste Windkraftanlagen-Struktur besitzt.
Das Repowering unserer Windparks führt zu einer erheblichen Leistungsverbesserung. Der Bundesverband Windenergie beziffert das Potential des Repowerings auf bis zu 6.000 Megawatt. Bei der Megawatt-Summe der Windkraftanlagen liegt Schleswig- Holstein auf dem vierten Platz der Bundesländer, bei der Windquote am Strom- verbrauch auf Platz drei. Zumindest hier kann Schleswig-Holstein den ersten Platz zu- rückerobern.
Dazu muss die Landesregierung aber klare Vorgaben machen und die Rahmenbedin- gungen verbessern. Das bezieht sich auf die Ausweisung neuer Eignungsräume, eine flexible Höhenbegrenzung, die verbesserte Bürgerbeteiligung und Veränderungen beim Runderlass und im Landesentwicklungsplan.
Ministerpräsident Peter Harry Carstensen bezeichnet die Windenergie zwar als Leit- energie, daraus folgt aber keine Änderung der Landespolitik. Wirtschaftminister Marnet- Seite 1 von 2 te lässt die energiepolitische Katze aus dem Sack: Er will die Atomkraftwerke länger laufen lassen und verstößt so wiederholt gegen den Koalitionsvertrag. Wo ist da eigent- lich die SPD? Und Marnette trommelt für neue Kohlekraftwerke, obwohl er weiß, dass sie nicht nur klimapolitisch unverträglich sondern auch unwirtschaftlich sind.
Wegen der vorrangigen Einspeisung des Stroms aus erneuerbaren Energien müssen bei hohem Windstromaufkommen Kohlekraftwerke abgeschaltet werden. Kein neues Kohlekraftwerk wird je eine Volllaststundenzahl von mehr als 5.500 Stunden pro Jahr erreichen; damit sind sie gnadenlos unwirtschaftlich.
Wer offensiv für Kohle und Atom wirbt, der steht eben nicht uneingeschränkt zum Aus- bau der Windenergie. Jede eingespeiste Kilowattstunde Windstrom verdrängt eine Ki- lowattstunde Kohle- und Atomstrom.
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