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18.02.09 , 14:59 Uhr
B 90/Grüne

Detlef Matthiessen zur Anhörung "Umsetzung der nationalen Biodiversitätsstrategie"

Presseinformation

Landtagsfraktion Schleswig-Holstein Pressesprecherin Claudia Jacob Landeshaus Düsternbrooker Weg 70 24105 Kiel
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Nr. 058.09 / 18.02.2009 Biodiversitätsstrategie:
Diagnose okay – Umsetzung ungenügend
Zur Anhörung zum Bericht der Landesregierung „Umsetzung der nationalen Biodiversi- tätsstrategie“, erklärt der umweltpolitische Sprecher der Grünen Landtagsfraktion, Detlef Matthiessen:
Die Expertenanhörung zur Biodiversitätspolitik führte zu einem vernichtenden Urteil über die Strategie der Landesregierung. Während die Analyse des Berichtes zur dramatischen Situation der biologischen Vielfalt in Schleswig-Holstein von den meisten Anzuhörenden noch geteilt wurde, blieben die dargestellten Maßnahmen weit hinter den Erwartungen der ExpertInnen zurück.
Wenn selbst die eigene Klientel im Bauernverband davon spricht, dass „eine Strategie im Landesbericht nicht zu erkennen“ sei, lässt dies tief blicken. Der BUND zeigte sich „zu- tiefst enttäuscht“, dass aus der zutreffenden Analyse über die Bedrohung der Vielfalt kei- ne hinreichenden Konsequenzen gezogen würden. Der NABU regte eine Neufassung der Strategie an, bei der die Probleme schonungslos offen gelegt und konkrete Maßnehmen entwickelt werden sollen. Auch der Landesnaturschutzverband stellte seine Unterstüt- zung bei der Neuentwicklung einer solchen Strategie als „Bürgerstrategie“ in Aussicht.
Die Landesregierung versteckt ihr Nichthandeln regelmäßig hinter der Parole „Natur- schutz nur mit den Menschen“. Das scheinen nicht viel mehr als hohle Worte zu sein, be- trachtet man die Klage mehrerer Vortragender, dass es bei der der Erstellung der Strate- gie „keine Zusammenarbeit mit den Verbänden“ gegeben habe.

Seite 1 von 2 Die Situation der biologischen Vielfalt in Schleswig-Holstein ist mehr als besorgniserre- gend: Jede dritte Säugetierart, jede zweite Vogelart, zwei Drittel aller Amphibienarten und beinahe jede zweite Gefäßpflanze ist bereits ausgestorben oder davon bedroht.
Wir fordern den Umweltminister auf, die Legislaturperiode nicht ungenutzt verstreichen zu lassen, sondern zügig das Fachwissen und die Kompetenz im Land zu nutzen, um ein konsequentes Maßnahmenpaket zu schnüren. Herr von Boetticher, nehmen Sie die ei- genen Parolen ernst und machen Sie – im bestverstandenen Sinnen – endlich Natur- schutz mit den Menschen und für die Natur.
Die vollständigen Stellungnahmen der ExpertInnen finden Sie hier: http://is.gd/jXia

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