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Detlef Matthiessen zum Planfeststellungsbeschluss für den Lübecker Flughafen
Presseinformation Landtagsfraktion Schleswig-Holstein Pressesprecherin Claudia Jacob Landeshaus Düsternbrooker Weg 70 24105 Kiel Telefon: 0431 / 988 - 1503 Fax: 0431 / 988 - 1501 Mobil: 0172 / 541 83 53 presse@gruene.ltsh.de www.sh.gruene-fraktion.de Nr. 093.09 / 03.03.2009Flughafen Blankensee bleibt ein Finanzfass ohne Boden Zu dem heute überreichten Planfeststellungsbeschluss für den Flughafen Lübeck- Blankensee erklärt der verkehrspolitische Sprecher der Landtagsfraktion von Bündnis 90 /Die Grünen, Detlef Matthiessen:Am Grundproblem des Lübecker Flughafens kann auch ein Planfeststellungsbeschluss nichts ändern. Solange der Hauptkunde Ryanair nur Flughafengebühren in Dumping- höhe bezahlt, wird die Flughafengesellschaft weiterhin tiefrote Zahlen schreiben. Blan- kensee bleibt ein Finanzfass ohne Boden und ohne Aussicht auf Besserung.Völlig unklar ist, wer den nun möglichen Flughafenausbau bezahlen soll. Die Hanse- stadt Lübeck kann das allein nicht wuppen, sie ist faktisch pleite. Der vermeintliche In- vestor Infratil macht sich vom Acker und Lübeck bleibt auf 23,3 Millionen Euro Rückzah- lungsverpflichtungen sitzen.Das Wirtschaftsministerium geht von 3,25 Millionen Passagieren im Jahr 2020 aus. Die reale Entwicklung am Flughafen spricht jedoch gegen diese Traumtänzerei. Von 2005 bis 2008 waren die Nutzerzahlen kontinuierlich rückläufig, von 715.000 auf 520.000. Es gibt die Angebote des low-cost-carriers, es gibt aber keine ausreichende originäre Nachfrage aus der Lübecker Region. Die örtlichen Geschäftsreisenden nutzen weiterhin den Hamburger Airport.Wir begrüßen die Begrenzung des bisher uneingeschränkt zulässigen Nachtflugver- kehrs. Trotzdem ist die Begrenzung von 5:30 Uhr bis 23:30 Uhr äußerst großzügig für den Flugverkehr und sehr belastend für die Anwohner. *** Seite 1 von 1