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23.03.09 , 16:11 Uhr
SSW

Port Olpenitz: NABU muss gesamtgesellschaftliche Verantwortung wahrnehmen

Pressemitteilung Nr. 030/2009
Kiel, den 23.03.2009

Pressesprecher Lars Erik Bethge, Tel. 0431-988 1383



Port Olpenitz:
NABU muss gesamtgesellschaftliche Verantwortung wahrnehmen
Die Vorsitzende der SSW-Landtagsgruppe, Anke Spoorendonk, appelliert an den
Naturschutzbund (NABU), sich konstruktiv an der Suche nach einer schnellen Lösung
für das Projekt „Port Olpenitz zu beteiligen. „Der NABU hat durch das Urteil des
Oberverwaltungsgerichts quasi ein Vetorecht für Alternativlösungen bekommen. Diese
Machtposition darf er nicht für Maximalforderungen missbrauchen, denn wenn das
Projekt daran scheitert, würde der NABU letztendlich selbst dem Anliegen des
Naturschutzes schaden“, warnt Anke Spoorendonk. Sie hatte heute Kappeln besucht,
um sich bei Bürgermeister Roman Feodoria aus erster Hand über die aktuellen
Probleme mit der Umsetzung des „Projekts Port Olpenitz“ zu informieren.


„Das Projekt Port Olpenitz ist von unermesslicher Bedeutung für die gesamte Region
und das ist den Menschen durchaus bewusst. Die Bürgerinnen und Bürger haben kein 2
Verständnis dafür, dass ein so wichtiges Projekt am Naturschutz scheitern könnte. Von
daher ist es im Eigeninteresse des NABU, die gesamtgesellschaftliche Bedeutung des
Projekts zu berücksichtigen und sich konstruktiv an der Suche nach einer schnellen
Alternativlösung zu beteiligen. Naturschutz kann nur funktionieren, wenn er mit den
Menschen und nicht gegen die Menschen betrieben wird, die vor Ort davon betroffen
sind.


Ich habe volles Verständnis dafür, dass die Stadt Kappeln nicht den Forderungen des
NABU nachkommen kann, auf ein Berufungsverfahren zum Schleswiger Urteil zu
verzichten. Angesichts der Konsequenzen für die Region muss der Bürgermeister alle
Möglichkeiten ausschöpfen, um das Projekt zu retten. Alles andere würde bedeuten,
dass er seinen Job nicht ordentlich macht. Insofern muss der NABU von dieser
Bedingung abrücken. Er hat jetzt eine maßgebliche Verantwortung dafür, dass eine
Lösung gefunden wird, die einen Ausgleich der verschiedenen Interessen ermöglicht.
Gelingt es nicht, dann haben alle verloren – auch der Naturschutz.“

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