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Lars Harms zu TOP 17 - Güterkraftgewerbe stärken - Senken der LKW-Maut
PresseinformationKiel, den 17.06.2009 Es gilt das gesprochene WortLars HarmsTOP 17 Güterkraftgewerbe stärken – Maßnahmen zur Senkung der LKW- LKW-Maut ergreifen Drs. 16/1545Der Vorlage der Bundesregierung, die Maut zu erhöhen, wurde mit knappster Mehrheit imBundesrat zugestimmt. Damit war der Weg für das Projekt von Verkehrsminister Tiefenseegeebnet. Im Durchschnitt ist die Maut seit dem 1. Januar 2009 von 13,5 Cent auf 16,5 Cent proKilometer gestiegen und beschafft dem Staat prognostizierte Mehreinnahmen von rund einerMilliarde Euro pro Jahr. Somit stehen für den Bau und Erhalt von Verkehrsprojekten nun überfünf Milliarden Euro zur Verfügung.Neben der steuerlichen Komponente, beinhaltet der Vorschlag von Tiefensee aber auchumweltschutzpolitische Aspekte, indem die Erhöhung, gerade bei älteren LKW – die drei Jahreoder älter sind - mit höheren Abgaswerten, drastischer zu Buche schlägt. Angesichts derKlimadiskussionen ist dies ein Punkt, der aus unserer Sicht nicht unerheblich ist. Gerade indiesem Zusammenhang sehen wir die Maut als ein Steuerungsinstrument, das dazu beitragenkann, LKW von den Straßen zu verbannen, um Güter auf Schiene oder Wasser zu transportieren. 2Deshalb war es für uns als SSW, seit Einführung der Maut, immer wichtig, dass dieeingenommenen Mittel zweckgebunden für die Verkehrsinfrastruktur genutzt werden. Dazustehen wir auch weiterhin. Zur Verkehrsinfrastruktur gehört aber nicht nur die Straßen- undSchieneninfrastruktur sowie die Infrastruktur unserer Wasserwege, sondern auch der Aufbauvon Logistikzentren, um eben Alternativ-Verkehrsträger zu stärken. Aber dieser Aspekt wurdebisher leider nur schleppend umgesetzt. Angesichts des schlechten Zustandes vieler unsererStraßen, ist es durchaus nachvollziehbar, dass dort größtenteils die Gelder reingepumpt wurden.Aber wir dürfen das Ziel nicht aus den Augen verlieren, die Projekte zu fördern, die denkombinierten Verkehr zum Ziel haben. Dafür sollten die Mehreinnahmen durch dieMauterhöhung verstärkt genutzt werden. Das wäre ökonomisch und ökologisch sinnvoll.Durch die Mehreinnahmen, lassen sich Verkehrsprojekte schneller als bisher umsetzen. Davonprofitieren die Autofahrer, die Wirtschaft und die Arbeitnehmer. Oder anders ausgedrückt, dieMauterhöhung wirkt sich wie ein drittes Konjunkturpaket aus, zur Schaffung nachhaltigerVerkehrsprojekte. In diesen Zeiten kommen die Mehreinnahmen daher wie ein warmer Regen fürdie Wirtschaft.Im Regen stehen gelassen, so fühlen sich aber die Transportunternehmen, die von derMauterhöhung betroffen sind. Denn es sind gerade die Transportunternehmen, die als erste dieAusschläge der Wirtschaftskrise zu spüren bekommen haben. Und mit der Erhöhung der Maut,wurde dem Güterkraftgewerbe in diesem Jahr nun zusätzlich eine Erschwernis zugefügt, dienach unserer Auffassung so nicht sein muss.Die Situation beim Transportgewerbe ist nach unserer Auffassung anders zu bewerten, als beianderen Wirtschaftsbranchen, die in Zeiten der Wirtschaftskrise nach Steuererleichterung undstaatlichen Hilfen rufen. Dem Transportgewerbe wird durch die Mauterhöhung zu Anfang diesesJahres mitten in der Konjunkturkrise eine Extrabelastung zugemutet, die schädlich wirken mussund auf die man sich dann auch nicht einstellen kann. 3Es geht uns nicht darum, die Mauterhöhung in Gänze in Frage zu stellen. Denn die Zielrichtungist nach Auffassung des SSW richtig. Aber in Zeiten einer solchen Wirtschaftskrise, halten wir dieErhöhung Maut für kontraproduktiv. Eine zeitlich begrenzte Aussetzung der Mauterhöhung wäreaus Sicht des SSW ein gangbarer Schritt, um das Transportgewerbe nicht zusätzlich zu belasten.Ein solcher Schritt sollte ernsthaft in Erwägung gezogen werden für die Dauer der Krise odermindestens noch bis 2010.Auf eine dauerhafte Senkung der LKW-Maut sollte jedoch verzichtet werden. Damit würdeunnötig im Mautsystem herum gerührt werden. Wir wollen eine klare politische Botschaft unddie lautet: Die Mauterhöhung ist richtig, wir setzen sie nur solange aus wie es wirklich aufgrundder Konjunkturkrise notwendig ist.