Diese Webseite verwendet ausschließlich für die Funktionen der Website zwingend erforderliche Cookies.
Monika Heinold zu den Ladenöffnungszeiten in Kiel
PresseinformationEs gilt das gesprochene Wort! Landtagsfraktion TOP 22 - Ladenöffnungszeiten an Sonntagen in Kiel Schleswig-Holstein Pressesprecherin Dazu sagt die parlamentarische Geschäftsführerin Claudia Jacob der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen, Landeshaus Düsternbrooker Weg 70 Monika Heinold: 24105 Kiel Telefon: 0431 / 988 - 1503 Fax: 0431 / 988 - 1501 Mobil: 0172 / 541 83 53 presse@gruene.ltsh.de www.sh.gruene-fraktion.de Nr. 252.09 / 17.06.2009 Positiv für den EinzelhandelGrundlage für unseren heutigen Landtagsantrag ist ein Gutachten der CIMA GmbH zu den Auswirkungen zusätzlicher Sonntagsöffnungen auf den Einzelhandel in der Kieler Innenstadt. Der Anstoß dafür kam von den Reedereien der Kreuzfahrtschiffe. In Auftrag gegeben wurde das Gutachten von Kiel-Marketing und dem Seehafen Kiel. Die Zahlen der Gutachter leuchten ein: Kiel hat sich zum wichtigsten deutschen Kreuzfahrthafen entwickelt. 2008 gab es 126 einlaufende Kreuzfahrtschiffe mit 222.000 Passagieren.An den Sonntagen von April bis September lag das Passagieraufkommen bei 54.000. Hinzu kommen die Besatzungsmitglieder und die Kiel anlaufenden Fährschiffe aus Schweden und Norwegen. Damit hat die Kieler Innenstadt ein erhebliches Besucherpo- tenzial. Mit diesem „Pfund“ könnte Kiel wuchern und die Sonntagsgäste nutzen, um die Innenstadt wieder zu beleben.Mit unserem Berichtsantrag wollen wir prüfen, ob es möglich ist an ausgewählten Sonn- tagen mit Kreuzfahrtschiffen im Kieler Hafen, die Geschäfte in der unmittelbaren City zu öffnen. Damit könnte die Wettbewerbsposition der Kieler Innenstadt deutlich gestärkt werden, ohne teure Baumaßnahmen, ohne neue Einkaufszentren. Dieses Ziel, die Innenstadt für Kieler und Gäste attraktiv zu machen, hat uns bewogen, unsere Auf- fassung, mit Sonntagsöffnungszeiten restritiv umzugehen, an dieser Stelle zu überden- ken. Entscheidend ist,ob eine Regelung gefunden werden kann, welche es ermöglicht, die zusätzlichen Sonntagsöffnungen ausschließlich auf die unmittelbare Innenstadt zu beschränken und definitiv auszuschließen, dass weiter entfernte Standorte, wie der Cit- ti-Park oder Ikea, davon profitieren. Seite 1 von 2 Es geht um den Bereich, der von Touristen und Gästen fußläufig zu erreichen ist – in unmittelbarer Nähe von Kreuzfahrtterminals und Bahnhof. „Kieler Innenstadt“ heißt für uns von der Altstadtinsel bis zum Sophienhof. Die Erfahrung zeigt, dass die Kreuzfahre- rInnen während ihres Aufenthaltes gern Geld ausgeben. Diese zusätzliche Kaufkraft soll in der Kieler Innenstadt ankommen, nicht „auf der Grünen Wiese“. Dazu bedarf es einer lebendigen und besucherfreundlichen Innenstadt mit attraktiven Einkaufsmöglichkeiten.Die bisher für Kiel vereinbarten 7 Sonntagsöffnungen fallen zeitlich nicht in die Kreuz- fahrtsaison. Wir wissen, dass es schon um diese Sonntage eine kontroverse Auseinan- dersetzung gab und gibt. Deshalb haben wir die Landesregierung gebeten, zuerst die rechtlichen Grundlagen für zusätzliche, räumlich begrenzte Sonntagsöffnungszeiten zu klären. Wie zu erwarten haben die Gewerkschaften unseren Vorschlag kritisiert. Ge- wundert haben wir uns über die ablehnende Haltung der IHK Kiel, die befürchtet, dass das zusätzliche Umsatzpotential zu gering ist, um die erheblichen Mehrkosten für die zusätzlichen Öffnungstage aufzufangen. Gefreut haben wir uns über die Zustimmung der damals amtierenden Oberbürgermeisterin Angelika Volquartz. Sie hat unsere Initia- tive begrüßt und ging sogar so weit zu sagen, dass „die IHK sich eine Scheibe von den Grünen abschneiden sollte, wenn es um die Förderung der Interessen der Wirtschaft geht.“Die Kieler Stadtverwaltung hat schon einmal einen Vorstoß unternommen, mit Hilfe der Bäderregelung zusätzliche Sonntagsöffnungszeiten für Kiel zu erreichen. Dieser wurde vom Land abgelehnt. Mit unserem heutigen Berichtsantrag haben wir die Debatte neu eröffnet.Wir werden jetzt den von der Landesregierung für Juli zugesagten schriftlichen Bericht abwarten, um anschließend in der Fraktion zu beraten. Sollte der Landtag der Landes- hauptstadt Kiel im weiteren Verfahren zusätzliche Sonntagsöffnungszeiten ermöglichen, wäre es an der Stadt, gemeinsam mit dem Einzelhandel etwas für Kiel Positives daraus zu machen. *** 2