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18.06.09 , 12:15 Uhr
B 90/Grüne

Angelika Birk zum Lärmschutz in Schulen und Kitas

Presseinformation

Landtagsfraktion Es gilt das gesprochene Wort Schleswig-Holstein Pressesprecherin TOP 16 + 45 – Lärmschutz in Schulen und Kitas Claudia Jacob Landeshaus Düsternbrooker Weg 70 Dazu sagt die sozialpolitische Sprecherin 24105 Kiel der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen, Telefon: 0431 / 988 - 1503 Angelika Birk: Fax: 0431 / 988 - 1501 Mobil: 0172 / 541 83 53
presse@gruene.ltsh.de www.sh.gruene-fraktion.de
Nr. 257.09 / 18.06.2009

Lärm- und Schallschutzmaßnahmen in Schulen und Kitas - Jetzt!
In vielen Räumen, in denen gelernt werden soll, herrscht ein Schall wie in einer Blechbüch- se. Wir müssen in Kitas, Schulen und Hochschulen den Schallschutz in Klassenräumen und Gruppenräumen deutlich verbessern. Die ErzieherInnen, die mutig seit Wochen streiken, führen immer wieder bei ihrem Anspruch auf Gesundheitsschutz als ersten Punkt das Lärmproblem an.
Derzeit stehen angesichts der Schulreform, des Krippenausbaus und des Konjunkturpake- tes II, aber auch aufgrund der Möglichkeiten weiterer Landesförderung und des kommuna- len Investitionsfonds in Schulen, Hochschulen und Kindertagesstätten wesentliche Neubau- und Sanierungsmaßnahmen an. Diese Weichenstellung gilt es jetzt für den Schallschutz zu nutzen und insgesamt die Baubestimmungen auf der Grundlage der DIN 18041 und 4109 entsprechend zu ändern.
Vor diesem Hintergrund bedauere ich es, dass die Landesregierung anders als im Bil- dungsausschuss auf meine Frage angekündigt, dieses Thema nicht verbindlich in die neuen Richtlinien für die genannten Investitionsprogramme hinein genommen hat.
Schon zur letzten Landtagssitzung haben wir den Antrag, dieses nachzuholen, eingebracht. Dieser Antrag wartet zurzeit noch im Bildungsausschuss auf seine Behandlung. Hier liegt Ihnen nun dazu ergänzend der Berichtsantrag zur Beschlussfassung vor.
Wir haben gerade den Bericht zu den Maßnahmen barrierefreien Bauens gehört. Einen sol- chen Bericht, allerdings mit den entscheidenden Zahlen und Fakten, anstatt bloßer Ortsna- men, soll dem Landtag zum Abschluss des Konjunkturpaketes II vorgelegt werden.

Seite 1 von 2 Das Ausmaß und die Folgen von Lärm in der Schule, aber auch in anderen öffentlichen Räumen, in denen sich Kinder und Jugendliche zum Lernen und Spielen aufhalten, werden weit unterschätzt, ebenso die Möglichkeiten des technischen Schallschutzes.
Die Frustration wegen schlechter Akustik verstärkt den Anreiz, im Unterricht ganz abzu- schalten oder andere zu übertönen, so dass der allgemeine Lärmpegel weiter ansteigt und der allgemeine Lernerfolg sinkt.
Zu viel Nachhall oder zu viel Lärm von außen behindert, schafft Barrieren für alle. Am meis- ten benachteiligt er allerdings diejenigen Kinder und Jugendlichen, die sowieso Konzentrati- onsschwierigkeiten oder Probleme mit dem Hören und Sprechen haben. Ihr Bildungserfolg insbesondere beim Lesen und Schreiben lernen und im Fremdsprachenunterricht wird er- heblich erschwert. Dies gilt vor allem für Kinder, die Deutsch nicht als Muttersprache be- herrschen.
In einer Raumakustik mit zuviel Nachhall oder eindringendem Außenlärm müssen pädago- gische Kräfte ihre Stimme ständig überanstrengen. Stimmbanderkrankungen, Hörschäden und Nervenleiden durch Lärmbelastung sind eine der häufigsten Gründe der Frühpensionie- rung auch und gerade besonders engagierter ErzieherInnen und Lehrkräfte. Es lernt und lehrt sich besser in schallgedämpften Räumen.

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