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Ekkehard Klug: Studienreform steckt in einer Sackgasse - Bachelor/Master-Modell muss grundsätzlich überdacht werden
FDP Landtagsfraktion Schleswig-HolsteinPresseinformation Wolfgang Kubicki, MdL VorsitzenderNr. 276/2009 Dr. Heiner Garg, MdL Stellvertretender VorsitzenderKiel, Freitag, 11. September 2009 Dr. Ekkehard Klug, MdL Parlamentarischer Geschäftsführer Günther Hildebrand, MdLStudienreform /Bachelor-Master-ModellEkkehard Klug: Studienreform steckt in einer Sackgasse – Bachelor/Master-Modell muss grundsätzlich überdacht werden FDP-Hochschulexperte schlägt „grundständige“ Master-Studiengänge vorZur Diskussion über die Bachelor-Master-Studiengänge erklärte heute der hochschulpolitische Sprecher der schleswig-holsteinischen FDP- Landtagsfraktion Dr. Ekkehard Klug:„Die als ‚Bologna-Prozess‘ begonnene Studienreform - verbunden mit der generellen Einführung des zweistufigen Bachelor-Master-Modells – steckt offenkundig in einer Sackgasse. Bevor dies in vielen Fachrichtungen zu einem kompletten Desaster führt, muss das Konzept grundlegend überprüft werden. Statt Bachelor-Studiengänge – wie es gestern der niedersächsische Wissenschaftsminister Lutz Stratmann (CDU) gefordert hat - von sechs auf acht Semester zu verlängern, sollte man jedoch Studiengänge einführen, die direkt, also ohne vorgeschaltetes Bachelor-Examen, zum Master-Abschluss führen“.Als Beispiele, für die ein solcher „grundständiger“ Master-Studiengang sinnvoll sei, nannte der FDP-Politiker die ingenieurwissenschaftlichen Studiengänge der Universitäten sowie den Bereich der Lehrerbildung. „Da die Länder, die im Schulwesen nahezu eine Monopolstellung als Arbeitgeber haben, für angehende Lehrer den Master verlangen, landen jene Studenten, die nach einem Bachelor-Abschluss keine Chance zur Fortsetzung ihres Studiums in einem anschließenden Master-Studiengang erhalten, heute in einer Sackgasse des Arbeitsmarktes. Für künftige Lehrer wären grundständige Master-Studiengänge deshalb viel geeigneter“. Im Hinblick auf das Ingenieurstudium wies Klug darauf hin, dass die Wirtschaft als Ersatz für das frühere Universitäts-Diplom nunmehr überwiegend Uni-Absolventen mit Master-Abschluss suche. Auch hier sei der zurzeit bestehende Zwang, zunächst einen Bachelor-Studiengang absolvieren zu müssen, „problembehaftet und mit einem unnötigen Zusatzaufwand an Zeit und Geld verbunden“. Der FDP-Politiker ergänzte: An englischen Universitäten gebe es solche ingenieurwissenschaftlichen Studiengänge, die direkt in vier Jahren Regelstudienzeit zum Master führen, bereits seit langem. (Beispiel: Universität Bath, Studiengänge in ‚Mechanical Engineering‘, Abschluss Christian Albrecht, Pressesprecher, V.i.S.d.P., FDP Fraktion im Schleswig-Holsteinischen Landtag, 1 Landeshaus, 24171 Kiel, Postfach 7121, Telefon: 0431/9881488 Telefax: 0431/9881497, E-Mail: presse@fdp-sh.de, Internet: http://www.fdp-sh.de/ ‚Master of Engineering’ - MEng). Es sei - so Klug weiter - eine „bodenlose Dummheit“, wenn man in Deutschland ohne Rücksicht auf die damit verbundenen Probleme eine zweistufige Studienstruktur nach „Schema F“ für alle Fachgebiete vorschreibe. „Hier sollte man besser auf die pragmatischen Konzepte der Engländer schauen, statt die Studienreform mit deutscher Gründlichkeit zu vermurksen“.Die vom niedersächsischen Wissenschaftsminister als Ausweg vorgeschlagene Verlängerung von Bachelor-Studiengängen auf acht Semester sei ebenso eine Bankrotterklärung der deutschen Hochschulpolitik wie die vor wenigen Wochen von der Hamburger Wissenschaftssenatorin bekannt gegebene Absicht, sämtliche Bachelor-/Master- Studiengänge der Hamburger Hochschulen von Grund auf zu überarbeiten. „Und ganz, wie es zu erwarten gewesen ist, beginnen die verantwortlichen Wissenschaftsminister in Deutschland bereits damit, die Schuld an den aufgehäuften Problemen auf die Hochschulen abzuschieben“, erklärte Klug abschließend.Christian Albrecht, Pressesprecher, V.i.S.d.P., FDP Fraktion im Schleswig-Holsteinischen Landtag, 2 Landeshaus, 24171 Kiel, Postfach 7121, Telefon: 0431/9881488 Telefax: 0431/9881497, E-Mail: presse@fdp-sh.de, Internet: http://www.fdp-sh.de/